1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna: Polizei rüstet sich für Frankfurt-Spiel

Fortuna : Polizei rüstet sich für Frankfurt-Spiel

Vor dem Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt am Montagabend hat die Polizei ihre Sicherheitsstrategie vorgestellt. Sie erwartet mehr als 6000 Gästeanhänger – darunter mehrere Hundert Problemfans. Ein Großaufgebot soll Auseinandersetzungen verhindern.

Vor dem Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Frankfurt am Montagabend hat die Polizei ihre Sicherheitsstrategie vorgestellt. Sie erwartet mehr als 6000 Gästeanhänger — darunter mehrere Hundert Problemfans. Ein Großaufgebot soll Auseinandersetzungen verhindern.

Ein Zweitligaspiel am Montagabend ist in Sicherheitskreisen eigentlich gern gesehen. Aufgrund des Werktags und der späten Anstoßzeit (20.15 Uhr) ist die Anreise für viele Gästefans zu umständlich, sie bleiben lieber zu Hause. Wenn am Montag Fortuna Düsseldorf Eintracht Frankfurt empfängt, wird das anders sein.

Mehr als 6000 Anhänger des Aufstiegskonkurrenten erwartet die Polizei in der Landeshauptstadt. Darunter sollen auch mehrere Hundert so genannte Problemfans sein, wie Polizei-Einsatzleiter Hans-Joachim Kensbock-Rieso gestern bei der Vorstellung des Sicherheitskonzepts sagte.

Unbeteiligte schützen

Um Auseinandersetzungen zu verhindern, plant die Polizei für Montag einen der größten Einsätze bei einem Fortuna-Spiel. Da bereits ab Mittag rund 1000 Eintracht-Anhänger — darunter rund 250 Problemfans — in der Altstadt erwartet werden, werden dort besonders viele Einsatzkräfte Stellung beziehen. "Wir wollen verhindern, dass Unbeteiligte mit gewalttätigen Fußballtouristen konfrontiert werden", sagte Kensbock-Rieso.

Nach seiner Einschätzung werden die meisten sich auf der Bolkerstraße, wahrscheinlich an der Gaststätte Auberge, auf das Spiel einstimmen. Von einem Besuch der Altstadt rät Kensbock-Rieso nicht ab. Falls die Polizei aber eingreifen muss, sollten sich Unbeteiligte zu ihrer eigenen Sicherheit vom Ort des Geschehens zurückziehen.

Bei der Anreise zur Esprit-Arena setzt die Polizei auf strikte Fan-Trennung. Während Fortuna-Fans am Montag wie gewohnt mit der U78 von der Heinrich-Heine-Allee zur Esprit-Arena fahren können, wird dem Frankfurter-Anhang der Zugang zur U-Bahn verwehrt. Sie sollen mit Shuttle-Bussen der Rheinbahn von der Heinrich-Heine-Allee zum Stadion gebracht werden. Frankfurt-Fans, die kurz vor dem Spiel mit der Deutschen Bahn anreisen, werden zum Flughafen-Bahnhof gelenkt. Von dort aus werden sie ebenfalls mit Shuttle-Bussen zur Arena gebracht.

An der Esprit-Arena wird das Konzept der Fantrennung fortgeführt. Gästefans fahren mit Autos und Bussen Parkplatz 2 an. Im Gästebereich finden 5400 der mehr als 6000 erwarteten Eintracht-Fans Platz. Der Rest sitzt verstreut in der Arena. Der Sicherheitsbeauftragte von Fortuna Düsseldorf, Sven Mühlenbeck, wies darauf hin, dass im Gästebereich wie bei Risikospielen üblich, kein Alkohol ausgeschenkt wird. Das Verhältnis der beiden Fangruppen zueinander beschrieb er als eher feindlich denn als freundlich.

Vor allem in der vergangenen Bundesliga-Saison machten Teile der Frankfurter Anhängerschaft negativ auf sich aufmerksam. Im Mai 2011 hatten 150 Personen nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln den Platz gestürmt.

(RP/jco)