Oliver Reck — der alte und neue Cheftrainer

Fortuna Düsseldorf : Oliver Reck — der alte und neue Cheftrainer

Am Montag begann mit individuellen Leistungstests die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison. Vorstandsvorsitzender Dirk Kall und Sportvorstand Helmut Schulte sind sicher, dass der Cheftrainer der richtige Mann zur richtigen Zeit ist.

Oliver Reck ging seinen ersten Arbeitstag als offizieller Cheftrainer Fortunas bestens gelaunt an. "In dieser Stadt haben wir einen neuen Oberbürgermeister", sagte der 49-Jährige, "und jetzt haben wir auch einen neuen, alten Cheftrainer." Ob Reck mit dem Adjektiv "alt" auf sein Geburtsdatum anspielte oder doch eher darauf, dass er seinen Posten bereits seit elf Wochen kommissarisch ausübt, blieb offen.

Wichtiger war, dass der frühere Torwarttrainer das ganze Ausmaß der Leidenschaft zum Ausdruck brachte, mit der er seinen Job antritt. "Ich freue mich auf die Aufgabe und gehe sie voller Tatendrang an", erklärte Reck anlässlich des Auftakts zur Saisonvorbereitung. Obwohl es wegen der Erkrankung seines Vorgängers Lorenz-Günther Köstner lange dauerte, bis auch offiziell Klarheit über seine berufliche Zukunft herrschte, habe er nie über ein Engagement bei einem anderen Klub nachgedacht: "Glauben Sie mir, ich habe die Droge Fortuna so aufgesaugt, dass es keinen Platz mehr für andere Überlegungen gab."

Die eigentliche Arbeit begann eher unspektakulär: Statt wie früher mit einem öffentlichen Training vor hunderten Zuschauern startete Fortuna mit individuellen Leistungstests in Kleingruppen. Die Profis, von denen die WM-Teilnehmer Ben Halloran (Australien) und Mathis Bolly (Elfenbeinküste) naturgemäß fehlten, absolvierten medizinische Checks, einen Laktattest und Übungen im Kraftraum.

Während der neue Co-Trainer Panagiotis (genannt "Joti") Stamatopoulos die ersten Versuche nach dem Urlaub beaufsichtigte, plauderten Reck, der Vorstandsvorsitzende Dirk Kall und Sportvorstand Helmut Schulte launig über die weitere Zusammenarbeit. "Wir sind fest davon überzeugt, dass Olli Reck der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz ist", betonte Kall. Schulte pflichtete ihm bei: "Ich bin Olli dankbar dafür, wie er seinen Job als Interimstrainer gemacht hat. Er ist professionell damit umgegangen, als er im Dezember nicht als Cheftrainer ausgewählt wurde."

In die Zukunft blickte das Trio gleichermaßen zuversichtlich. "Wir haben eine ganz tolle Mannschaft zusammengestellt", sagte Reck. "Die Gespräche mit den neuen Spielern waren sehr gut und zielorientiert." Abgeschlossen sind Fortunas Aktivitäten auf dem Transfermarkt freilich nicht, wie Schulte ergänzte: "In den nächsten Tagen wollen wir noch die Verpflichtung eines Innenverteidigers vermelden." Danach werde der Markt ganz zwanglos weiter beobachtet. Ein Saisonziel will jedoch niemand bei Fortuna ausgeben. "Ich spiele lieber gut und erfolgreich", erklärte Kall, "und sage hinterher, dass wir alles genau so geplant hatten."

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(areh)