Oliver Fink arbeitet am Comeback: Fortuna Düsseldorfs Kapitän ist zurück

Oliver Fink arbeitet an seinem Comeback : Fortunas Kapitän ist zurück auf dem Trainingsplatz

Seit Monaten schuftet Oliver Fink für die Rückkehr auf die große Fußball-Bühne. Am Montag hat er nach mehr als vier Monaten Pause den Sprung zurück auf den Trainingsplatz geschafft. Für seinen 27. Bundesliga-Einsatz wird er aber noch einige Wochen brauchen.

Oliver Fink arbeitet weiter verbissen an der Verwirklichung seines großen Traumes: Der mit 36 Jahren zweitälteste Feldspieler der Bundesliga (nach Claudio Pizarro von Werder Bremen) möchte unbedingt noch einmal im Fußball-Oberhaus auflaufen. In der Sommervorbereitung verletzte er sich schwer und fällt seitdem aus. Doch die Hoffnung hat der Kapitän nicht aufgegeben. Am Montagmorgen absolvierte er zum ersten Mal nach seinem Muskelfaserriss wieder ein komplettes Training mit der Mannschaft.

Seit Monaten schuftet „Finko“ an seiner Genesung. Diszipliniert und einsam drehte er joggend Runde um Runde um den Trainingsplatz und arbeitete mit Athletikcoach Robin Sanders, während seine Kameraden mit dem Ball spielten. „Der Ball fehlt mir sehr“, hörte man ihn in den vergangenen Monaten immer wieder sagen. Jetzt hat er endlich den Sprung in die Trainingsgruppe geschafft. In den vergangenen Tagen war er nur sporadisch zu seinen Kollegen gestoßen, hatte schon mal die leichten Passübungen mitgemacht.

Für Montagmorgen gaben ihm die Ärzte dann grünes Licht und er durfte erstmals auch wieder an den Trainingsspielchen teilnehmen. Die wurden allerdings so rasant und mit hohem Tempo absolviert, dass der Rekonvaleszent sich bei seinem Comeback noch vorsichtig zurückhielt und den meisten Zweikämpfen aus dem Weg ging. Kaum vorstellbar, dass er noch in diesem Jahr seine Rückkehr in die Bundesliga feiern kann.

Finks Leidenszeit begann im Sommer. Im Juni zog er sich während des Trainingslagers am Wiesensee zur Vorbereitung auf die neue Saison einen Faserriss im Oberschenkel zu. Außerdem plagte ihn die Achillessehne. Exakt 134 Tage benötigte der gebürtige Oberbayer für die Rückkehr. Um diese Zeit zu überstehen brauchte er viel Geduld. „Es war eine zähe Angelegenheit“, sagte Fink. Tag für Tag wurde es zwar ein Stückchen besser, ursprünglich hatte er aber geglaubt, es schon kurz nach den ersten Meisterschaftsspielen wieder zurück in die Mannschaft zu schaffen. Nun kann nur die Rückrunde sein Ziel sein.

In der vergangenen Saison stand der Mittelfeldspieler 22 Mal auf dem Platz, zwölf Mal über 90 Minuten. Besonders in der Rückrunde war er mit seiner Routine ein wichtiger Teil der Mannschaft auf dem Weg zur Zweitliga-Meisterschaft. Im Schlussspurt musste er allerdings wegen Leistenproblemen passen und erlebte die entscheidenden Spiele in Dresden, gegen Kiel und in Nürnberg auf der Tribüne.

26 Bundesligaspiele hat Fink bislang für Fortuna absolviert. Sein letztes war die bittere 0:3-Niederlage bei Hannover 96 im Mai 2013, das den direkten Wiederabstieg seiner Fortuna besiegelte. Gerne würde er sich mit einem weitaus positiveren Erlebnis aus dem Fußball-Oberhaus verabschieden. Dafür arbeitet er weiterhin verbissen und mit großer Disziplin.

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