Fortuna Düsseldorf: Neuling Schmitz zeigt sich selbstbewusst

Fortuna Düsseldorf : Neuling Schmitz zeigt sich selbstbewusst

Lukas Schmitz musste nicht lange überlegen, als Fortunas Sportvorstand Helmut Schulte ihn kontaktierte. "Ich bin mir sicher, dass das der richtige Schritt war", erklärt der 25-jährige Linksverteidiger. Da er sowieso entschlossen war zu wechseln, von Werder Bremen dazu Signale bekommen hatte, dass es Sinn mache, sich umzuschauen, war ihm schnell klar, dass er in Düsseldorf eine neue Herausforderung finden würde.

Die Stadt kennt er bereits bestens, hat in seiner Schalke-Zeit sogar in der Landeshauptstadt gewohnt. Dazu ist der gebürtige Hattinger ganz in der Nähe groß geworden, kennt den Verein und dessen Vergangenheit. "Deshalb ist das für mich ein vertrautes Gefilde, das ich bei der Fortuna vorfinde", sagte der ehemalige Bremer in einem Gespräch während des Trainingslagers auf der Nordseeinsel Langeoog.

Dazu kommt, das aus seiner Sicht äußerst positive Umfeld der Fortuna. Er ist deshalb der festen Überzeugung, dass in dem Verein dank des Stadions, der fanatischen Fanszene und der professionellen Arbeit der Verantwortlichen ein großes Potenzial steckt, das es gilt, in der Liga positiv umzusetzen.

Bei Werder war es zuletzt alles andere als gut gelaufen. Schmitz hatte die Vorsaison mit einer Verletzung begonnen, hat das bereits als schlechtes Omen gesehen und ist dann nach eigener Aussage tatsächlich nicht mehr richtig reingekommen. Zuvor hatte er sechs Jahre Profifußball durchgespielt, vier davon in der ersten Liga. "Ich bin Profifußballer, denke positiv und bin mir deshalb sicher, dass es in Düsseldorf wieder in diese Richtung geht, nämlich steil bergauf", gibt er zu Protokoll. Die richtige Mannschaft dafür habe er bei der Fortuna vorgefunden, ein tolles Team mit vielen individuellen, guten Spielern. Bei einem guten Zusammenhalt glaubt er, dass sie gemeinsam alle Möglichkeiten in der Liga haben. Schmunzelnd fügte der Linksfuß an: "Wir haben nach dem Mittagsessen in einer Ansprache des Managers erfahren, dass Fortuna Düsseldorf in der ewigen Bundesligatabelle den 18. Platz belegt, den gilt es zumindest zu verteidigen."

Schmitz spielt da, wo er gebraucht wird

Die Position, auf der er nach Festlegung durch Cheftrainer Oliver Reck landen würde, sei ihm eigentlich egal — ob im offensiven Mittelfeld oder im defensiven als Teil einer Doppelsechs, sogar linker Verteidiger, das kann der Zugang alles und es macht ihm auch alles gleichen Spaß.

Nach über 100 Bundesligaspielen, dazu Spiele auf der ganz großen Fußballbühne, zum Beispiel gegen Inter Mailand in der Champions-League, sieht der 25-Jährige dennoch keine Probleme, sich auch auf der für ihn neuen Plattform der Zweiten Bundesliga zurecht zu finden.

Er zeigt sich überzeugt von seiner eigenen Aussage und will sich daran messen lassen. "Ich bin vom Kopf her bereit, die veränderte Spielweise anzunehmen und für meinen neuen Verein alles zu tun, damit er wieder dahin kommt, wo er eigentlich hingehört", betont er.

Die Spiele der Weltmeisterschaft hat er sich in lockerer Atmosphäre in einer Gruppe um seinen Zimmerkollegen Axel Bellinghausen etwa zur Hälfte angesehen. "Aber die späten Spiele, die sparen wir uns", fügte er lächelnd hinzu.

Unterdessen hat André Fomitschow seine Zelte in der Landeshauptstadt endgültig abgebrochen und wechselt nun zum Zweitligakonkurrenten 1. FC Kaiserlautern. Wie die Pfälzer am Freitag mitteilten, erhält der 23-Jährige bei den "Roten Teufeln" einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 mit der Option auf eine weitere Spielzeit. Fomitschow kam 2012 von der Zweitvertretung des VfL Wolfsburg an den Rhein, konnte sich aber nie wirklich durchsetzen und wurde deswegen in der vergangenen Spielzeit an Energie Cottbus ausgeliehen. Dort kam der linke Außenbahnspieler zwar auf 20 Einsätze in der 2. Liga, am Ende stand jedoch für der Linksfuß mit den Lausitzern der Abstieg in die 3. Liga.

(RP)