Fortuna Düsseldorf: Liendl: "So bin ich noch nie in ein Trainingslager gefahren"

Fortuna Düsseldorf : Liendl: "So bin ich noch nie in ein Trainingslager gefahren"

In ihrem ersten Trainingslager mit den Düsseldorfern wollen sich die sechs Zugänge mit ihren neuen Teamkameraden vertraut machen. Derweil gestaltet sich die Anfahrt auf die ostfriesische Insel ein wenig kurios.

Endlich geht es wieder los: Nach vierwöchigem Urlaub und zweitägigem Medizin- und Fitnesscheck rollt bei der Fortuna wieder der Ball. Am Mittwochmittag sind die Zweitliga-Kicker gut gelaunt im Trainingslager auf Langeoog angekommen. "Ich habe mich richtig gefreut, die Jungs wiederzusehen", sagte Mittelfeldspieler Michael Liendl. Busfahrer Jens Minhorst steuerte kurz vor halb elf Uhr den Hafen im ostfriesischen Bensersiel an.

Am Sonntagmittag wird er die Kicker an der Fähre wieder abholen, um sie zum Testspiel bei Concordia Suurhusen und anschließend zurück in die Landeshauptstadt zu bringen. Dazwischen liegen fünf Tage, in denen Oliver Reck erste Eindrücke von seiner Truppe gewinnen und Ausdauergrundlagen für die neue Saison schaffen möchte. Für den 49-Jährigen ist es das erste Trainingslager mit den Düsseldorfern in seiner Funktion als Chefcoach.

Spaß hatten die Spieler an der ungewöhnlichen Anreise: Nach der 40-minütigen Überfahrt mit der Fähre ging es per Inselbahn zum Bahnhof Langeoog und von dort per Fahrrad zum Mannschaftshotel. "So bin ich noch nie in ein Trainingslager gefahren, so etwas gibt es bei uns nicht", sagte der Österreicher Liendl. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es für die Kicker auf zwei Rädern zu dem etwa 700 Meter entfernten Fußballplatz des Dorfes, wo das erste Training der Saison auf dem Plan stand.

Ankunft auf #Langeoog - die Vorbereitung auf die neue Saison kann losgehen! #f95 pic.twitter.com/m1o3PXZyVI

Auch einige Fans hatten die weite Reise auf sich genommen. In erster Linie wollten sie sich natürlich ein Bild von den sechs Zugängen machen. Für die Neuen geht es bei den ersten Einheiten darum, erst einmal die Kameraden kennenzulernen. "Ich kenne noch gar nicht alle Namen", sagte Christopher Avevor. "Ich habe in den vergangenen Tagen schon mit vielen gesprochen, aber die Namen lerne ich am besten auf dem Fußballplatz."

Dazu bekam er am Nachmittag Gelegenheit, als es nach dem Aufwärmen ein kleines Trainingsspielchen gab. "Das war richtig cool, die Jungs sind super", sagte der von Hannover 96 gekommene Abwehrspieler nach dem Training.

Insgesamt 21 Spieler sind mitgefahren. Neben Gerrit Wegkamp und Andre Fomitschow, die sich einen neuen Verein suchen, fehlte gestern Nachmittag lediglich Bruno Soares. Der Abwehrspieler reiste am Abend allerdings gemeinsam mit Manager Helmut Schulte nach und erreichte die Insel mit der letzten Fähre. Hinterher wusste Schulte zu berichten, dass Soares ein Angebot Omonia Nikosias vorlag. "Bruno hat die lukrative Offerte jedoch abgelehnt und bleibt bei uns", sagte der Manager.

Am Donnerstag treffen die Rot-Weißen (ab 19 Uhr im Live-Blog) in einem ersten Testkick auf die Inselfußballer des TSV Langeoog.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fortuna trifft auf Langeoog ein