Kommentar: Mentale Stärke ist Faustpfand von Fortuna Düsseldorf

Bodenständig und krisenfest : Mentale Stärke ist das Faustpfand der Fortuna

Fortuna Düsseldorf hat im Kampf um den Klassenerhalt einen Vorteil: Das Team von Trainer Friedhelm Funkel ist bodenständig und krisenfest. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsrang

Matthias Zimmermann hatte nach dem 0:4 gegen Leipzig angedeutet, dass die Niederlage vielleicht ganz gut war, um nicht womöglich irgendwann abzuheben. Das 1:1 in Hoffenheim war in dieser Hinsicht eine klare Antwort: Dieses Fortuna-Team behält die Bodenhaftung und ist krisenfest. Der Lohn für eine über 90 Minuten konzentrierte und sowohl kämpferisch als auch spielerisch überzeugende Leistung bei einem Champions-League-Teilnehmer ist ein Punkt. Der ist wertvoll: für die Tabelle und mehr noch für den Kopf.

Weiterhin zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsrang. Das ist 14 Spiele vor Saisonende ein sehr gutes Polster. Friedhelm Funkel betont naturgemäß, dass der Weg zum Klassenerhalt dennoch weit ist. Aber der Trainer stapelt auch nicht zu tief, sagt, dass die Chancen im Abstiegskampf gut stünden und sein Team vor Selbstvertrauen strotze.

Um dieses Vertrauen in die eigenen Stärken weiter zu festigen, waren der Spielverlauf und der Punktgewinn in Hoffenheim sehr förderlich. Und entgegen der Zimmermann-Aussage erweckte keiner der Akteure den Anschein, dieses Erfolgserlebnis überzubewerten. Diese mentale Stärke ist Fortunas Faustpfand.

Behält das Team seinen Fokus, darf davon ausgegangen werden, dass Düsseldorf auch in der Spielzeit 2019/2020 eine der 18 Erstliga-Adressen Deutschlands ist.

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