Fortuna Düsseldorf: Halloran und Hoffer sind die Gewinner von Bochum

Fortuna Düsseldorf : Halloran und Hoffer sind die Gewinner von Bochum

Fortunas Spieler haben das Tempo deutlich angezogen: In der vergangenen Woche war das schon bei den Trainingseinheiten zu beobachten, bei denen es äußerst hitzig zur Sache ging. Am Samstag zeigten die Fußballer nun auch beim verdienten 2:1 (1:1) im Solidaritätsspiel beim VfL Bochum, dass sie wieder mit mehr Feuer zur Sache gehen, als in einigen Partien der vergangenen Wochen.

Bochum zeigte zwar eine erschreckend schwache Leistung, machte vor allem in der Defensive viele Fehler und lud die Düsseldorfer immer wieder zu guten Torchancen ein, dennoch gibt der Auftritt der Mannschaft von Trainer Mike Büskens Hoffnung. Die Düsseldorfer zeigten vor allem im zweiten Durchgang eine gute Leistung und spielten so zielstrebig nach vorne wie man das lange nicht gesehen hatte.

Die Spieler, die bei der Fortuna sonst eher in der zweiten Reihe stehen, erhielten in Bochum ihre Chance und sollten sich für weitere Einsätze empfehlen. Im Düsseldorfer Tor sammelte Michael Rensing Spielpraxis und machte dabei ein gutes Spiel. Auf der Position des Linksverteidigers feierte Christian Weber sein Comeback im Profi-Team. Er stand wie Rensing und Ivan Paurevic über 90 Minuten auf dem Platz und trat auf, als hätte er nie gefehlt. Der Routinier zeigte, dass mit ihm auch künftig wieder in der 2. Bundesliga zu rechnen ist.

Nachhaltig auf sich aufmerksam machte dank zweier Treffer vor allem Ben Halloran (3., 63.). Der Australier nutze seine Chance, zeigte eine engagierte Partie und hatte in seiner letzten Aktion vor seiner Auswechslung die Riesenmöglichkeit zu einem dritten Treffer.

Halloran trifft, Hoffer legt aus

Mit großem Engagement war auch Hallorans Sturmpartner Erwin Hoffer unterwegs, der einige gute Szenen hatte und die Defensive der Heimmannschaft einige Male in Verlegenheit brachte. So bereitete Hoffer beide Halloran-Treffer vor. In der dritten Minute schickte er Halloran mit einem sehenswerten Pass auf die Reise, der sich dann frei vor Torwart Andreas Luthe die Ecke aussuchen konnte. Vor dem zweiten Düsseldorfer Treffer setzte sich Hoffer an der Mittellinie im Kopfballduell und dann im Laufduell gegen Jonas Aquistapace durch und legte schließlich quer auf Halloran, der sein zweites Tor erzielte.

Nicht ablegen konnte Hoffer in Bochum allerdings seine seine Abschlussschwäche: Mindestens drei Treffer hätte der Österreicher machen können, scheiterte aber entweder unglücklich oder aus Unvermögen. In der achten Minute ließ er Bochums Marcel Maltritz aussteigen, verzog aber anschließend den Schuss. Im zweiten Durchgang stand er nach einem Pfostenschuss von Paurevic frei vor dem leeren Bochumer Tor, drosch den Abpraller aber über das Gehäuse (67.).

In der 73. Minute traf der Österreicher auf Vorlage von Axel Bellinghausen selbst nur den Pfosten. Unglücklich agierte Hoffer auch nach einer Hereingabe von Halloran, die er vor dem leeren VfL-Kasten knapp verfehlte. Trotz seiner Fehlschüsse: Hoffer gehörte in Bochum zweifelsfrei zu den Gewinnern. Und so meinte er nach dem Schlusspfiff auch: "Es ist egal, wer die Tore macht. Ich freue mich, dass ich die beiden Tore vorbereitet habe. Das ist auch wichtig."

Büskens war mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden. Nur mit der Chancenverwertung haderte er. "Nach der der Pause hätten wir noch das eine oder andere Tor erzielen müssen", meinte er.

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(jan)