Gladbach als Vorbild für Fortuna Düsseldorf

Steigt der Aufsteiger direkt wieder ab? : Gladbach als Vorbild für Fortuna

Die Gladbacher könnten den Fortunen als Vorbild dienen: Die Mannschaft belegte in der Saison 2008/09 zwar nur Rang 18 nach sieben Partien, doch am letzten Spieltag gelang der Truppe von Coach Hans Meyer noch der Sprung ans rettende Ufer.

Die Experten fühlen sich bestätigt. Schon vor dem Anpfiff zur 56. Bundesliga-Saison stand für sie fest, dass Fortuna den Klassenerhalt nicht schafft. 17 Aufsteiger der vergangenen zehn Jahre schafften - auch beflügelt von der Aufstiegseuphorie - den Klassenerhalt. Den Schützlingen von Trainer Friedhelm Funkel trauten die Skeptiker vor Saisonbeginn das nicht zu. Und die Rot-Weißen haben in den ersten sieben Partien ihrer 24. Bundesliga-Saison bislang nicht dafür gesorgt, dass die Pessimisten ihre Meinung ändern müssen: Denn die Rot-Weißen belegen aktuell nur den 17. Platz und müssten den Gang in die zweite Liga antreten, wenn die Saison jetzt beendet wäre.

Lange schon ist kein Aufsteiger mehr so schlecht gestartet wie die Düsseldorfer. Zuletzt belegte Eintracht Braunschweig in der Spielzeit 2013/14 nach sieben Runden einen Abstiegsplatz: Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht belegte vor fünf Jahren mit nur einem Zähler den letzten Platz und stieg in der Saison als Schlusslicht ab.

Ähnlich schlecht wie Fortuna und Braunschweig waren in den vergangenen zehn Jahren nur die SpVgg Greuther Fürth und Borussia Mönchengladbach gestartet: Fürth war 2012 nach sieben Spieltagen mit nur vier Zählern Schlusslicht und beendete die Saison auch als Letzter. Die Gladbacher könnten den Fortunen freilich als Vorbild dienen: Die Mannschaft belegte in der Saison 2008/09 zwar nur Rang 18 nach sieben Partien, doch am letzten Spieltag gelang der Truppe von Coach Hans Meyer durch ein 1:1 gegen Borussia Dortmund noch der Sprung ans rettende Ufer.

In den vergangenen drei Spielzeiten ist überhaupt kein Aufsteiger direkt wieder abgestiegen. In der Saison 2015/16 wurden der FC Ingolstadt und Darmstadt 98 in der Abschlusstabelle Elfter und 14. Ein Jahr später schafften es Leipzig und der SC Freiburg sogar auf einstellige Ränge: der SCF wurde Siebter, Leipzig sogar Vize-Meister. Auch in der vergangenen Spielzeit blieben Hannover 96 und der SC Freiburg als 13. und Siebter souverän über dem Strich.

Bislang letzter Aufsteiger für nur ein Jahr war der FC St. Pauli in der Saison 2014/15: Die Kiezkicker belegten nach sieben Spieltagen zwar Rang neun, stiegen am Ende aber sang- und klanglos als Letzter ab. Übertroffen wurden sie nur von Fortuna: Sie ist Rekordhalter für den größten Sprung in die Tiefe. In der Saison 2012/13 waren die Schützlinge des damaligen Trainers Norbert Meier nach sieben Spieltagen Siebter, stiegen am Saisonende aber als Vorletzter ab.

Für die Fortuna muss der Weg in den verbleibenden 27 Spieltagen nach oben gehen. Die Statistik macht den Düsseldorfern dabei keinen Mut, denn nur sieben der jüngsten 23 Aufsteiger waren nach dem 34. Spieltag besser platziert als nach dem siebten. Den Rekord verzeichnen dabei der VfB Stuttgart und der 1. FC Kaiserslautern, die jeweils sieben Plätze nach oben kletterten: In der vergangenen Saison belegte der VfB nach sieben Partien Rang 14 und wurde noch Siebter. Dieses Kunststück gelang in der Spielzeit 2010/11 auch dem Pfälzern.

Fortuna wäre auch glücklich, wenn sie am Ende nur zwei Plätze besser platziert wäre. Die Statistik macht ihr aber keinen Mut.

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