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Fußball-Bundesliga: Fortuna Düsseldorf verliert mit 1:4 gegen Borussia Mönchengladbach

1:4 gegen Gladbach : Forsche Fortuna bricht im Niederrhein-Derby ein

Wieder zeigt Fortuna über weite Strecken eine gute Leistung, wieder gibt es keinen Sieg. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach heißt es 1:4, da die Gäste die größere individuelle Qualität mitbringen.

Nach den knapp verpassten Siegen gegen Frankfurt und in Wolfsburg hatte Fortuna-Trainer Uwe Rösler erklärt, dass es an der Zeit wäre, mal „ein Ausrufezeichen gegen einen Großen“ zu setzen. Das Vorhaben misslang. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach unterlagen die Düsseldorfer am Ende klar mit 1:4 (1:1). Fortuna bleibt auch nach den Sonntagsspielen auf dem Relegationsplatz. Mainz kann mit Punkten gegen Schalke den Abstand auf das rettende Ufer weiter vergrößern.

Rösler setzte auch gegen die Borussia vom Niederrhein auf sein übliches 3-5-2. Kaan Ayhan konnte trotz Beschwerden im Hüftbereich spielen. Für Markus Suttner und den Gelb-gesperrten Andre Hoffmann rückten „Zanka“ Jørgensen und Kasim Adams in die Verteidigung. Das Fünfer-Mittelfeld blieb unverändert, im Sturm bekam Nana Ampomah den Vorzug vor Bernard Tekpetey an der Seite von Rouwen Hennings, der sich von einer Erkältung gerade noch rechtzeitig erholt hatte. Im Gegensatz zu Oliver Fink und Michael Rensing, die wegen Grippesymptomen nicht den Sprung in den Kader schafften.

Die Gladbacher setzten im 3-4-2-1 ebenfalls auf eine Dreierkette. Und da beide Teams sich auch darauf einigten, den Gegner weit in der gegnerischen Hälfte zu attackieren entwickelte sich ein ansehnliches Spiel vor 51.000 Zuschauern in der ausverkauften Düsseldorfer Arena.

Die erste Chance gehörte den Gästen, da Adams seine Defensivarbeit in der ersten Hälfte fast schon mit Desinteresse wahrnahm und als Einziger aus einer guten Mannschaftsleistung ausscherte. Marcus Thurams Abschluss wurde in letzter Sekunde von Kaan Ayhan zur Ecke geklärt (10.). Der starke Ayhan setzte auch in der Offensive einige Akzente. Seine erste Flanke fand den Kopf von Valon Berisha, der den Ball aber nicht platziert aufs Tor bekam, Yann Sommer parierte (15.).

Ein erneuter Fehler Adams und eine Unaufmerksamkeit von Jørgensen sorgte dann für die Führung der Gladbacher: Jonas Hofmann ließ sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen (22.). Bitter: Es war der direkte Gegenzug nach einer Großchance der Düsseldorfer, bei der Ampomah nach herrlicher Berisha-Vorarbeit den Ball nicht traf.

Doch Fortuna ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken, spielte weiter forsch nach vorne und befreite sich auch vom Gladbacher Druck mit spielerischen Mitteln. Der wichtigste Mann dafür war wieder einmal Kevin Stöger, der durch Übersicht, Ballsicherheit und Kreativität das Spiel belebte.

Eine der größten Fähigkeiten von Florian Kastenmeier zeigte sich dann vor dem Ausgleich: Fortunas Torhüter spielte einen Abschlag schnell auf Matthias Zimmermann, der Ayhan ins Spiel brachte. Und die zweite Flanke des Abwehrchefs führte zum Erfolg. Erik Thommy ließ Stefan Lainer stehen und hob im Fallen den Ball zum 1:1 ins Tor (29.).

Hennings hätte noch vor der Pause das Spiel drehen können, doch sein Schuss nach dem schönsten Angriff der Partie über Stöger, Ayhan und Berisha ging knapp am Pfosten vorbei.

Die Gladbacher sortierten sich dann in der Kabine neu, stellten nach der Pause auf eine Viererkette um und gingen direkt wieder in Führung. Ex-Fortune Florian Neuhaus steckte den Ball auf den überragenden Thuram durch, der vor dem herauseilenden Kastenmeier auf Torschütze Lars Stindl querlegte (51.). Adams hob das Abseits beim Pass von Neuhaus auf.

Fortuna bemühte sich, in der Folge den Druck aufs Gladbacher Tor zu erhöhen. Doch die Borussia stand im neuen System sicherer, Fortuna fehlten Mittel und Ideen, zu guten Torchancen zu gelangen. Hennings versuchte es mit einem Fernschuss, der wieder nur knapp am Pfosten vorbeistrich (74.).

Und als Denis Zakaria Fortunas Alfredo Morales im Strafraum abhängte und auf Stindl ablegte, der zum 3:1 (71.) vollendete, war die Partie entschieden. Neuhaus setzte mit dem 4:1 (82.) den Schlusspunkt gegen eine Düsseldorfer Mannschaft, die sich nun ihrem Schicksal fügte. Am Ende war es ein Sieg der größeren individuellen Qualität.