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Fortuna Düsseldorf: Fürther Schmidtgal will Fortuna helfen

Fortuna Düsseldorf : Fürther Schmidtgal will Fortuna helfen

Auf die Düsseldorfer warten zwei "Endspiele" gegen Nürnberg und in Hannover. Fortuna-Zugang Heinrich Schmidtgal trifft mit seinem alten Klub noch auf Konkurrent Augsburg.

Am Montag verkündete Fortuna Düsseldorf auch offiziell, was die Leser dieser Zeitung schon seit einer Woche wussten: Heinrich Schmidtgal ist der erste Zugang des Aufsteigers für die neue Saison. Der 27-jährige kasachische Nationalspieler, der Ende März in der WM-Qualifikation einen kuriosen Treffer gegen den deutschen Keeper Manuel Neuer erzielte, unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 — und zwar unabhängig davon, ob Fortuna die Klasse erhält.

"Das ist ein sehr positives Signal von Heinrich Schmidtgal", sagt Fortunas Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth. "Seine Zusage für Erste wie Zweite Liga macht deutlich, dass es bei uns immer ein Stück weiter geht, mit Blickrichtung nach vorn. Und so muss es ja auch sein: Kein Stillstand, weder in der Euphorie noch in schlechteren Zeiten."

Zwei "Endspiele" um Platz 15

Im Moment machen die Düsseldorfer zweifellos eher schlechtere Zeiten durch. Wobei sich die Frage stellt, warum die Körpersprache vieler Spieler beim 1:3 gegen Eintracht Frankfurt derart negativ ausfiel. Die Enttäuschung nach dem zehnten Spiel ohne Sieg hintereinander in allen Ehren — dennoch steht der Aufsteiger nach wie vor auf dem am Ende rettenden 15. Platz. Zudem erwartet er am Samstag den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr, Live-Ticker) und fährt zum Saisonfinale nach Hannover. Zwei "Endspiele" unter extremer Nervenbelastung, klar, aber auch zwei Spiele gegen Gegner, die nicht mehr absteigen können und auch keine realistische Chance auf die Europapokalränge mehr haben. Viel günstiger hätte es der Spielplan aus Düsseldorfer Sicht kaum einrichten können.

Vorausgesetzt natürlich, Norbert Meier und seinem Trainerteam gelingt es, die Mannschaft bis zum Nürnberg-Spiel wieder aufzurichten. Auf die Fortuna-Anhänger wirkte schon beängstigend, wie wenig Auswirkung Dani Schahins Anschlusstreffer zum 1:2 auf die Fortunen hatte: Niemand gratulierte dem 23-Jährigen zu dessen achtem Saisontreffer, es gab kein gegenseitiges Anfeuern und Abklatschen und in der Folge auch kein nennenswertes Aufbäumen gegen die Niederlage mehr. Und das, obwohl noch fast eine Viertelstunde zu spielen war.

"Vielleicht können wir Fortuna behilflich sein"

Nimmt man dann noch den leeren Blick hinzu, mit dem ein Kämpfer wie Stefan Reisinger nach dem Abpfiff in die Ferne starrte, konnten schon Zweifel daran aufkommen, dass die Mannschaft noch an ihre Chance glaubt. "Es ist unsere Aufgabe, die Köpfe der Spieler frei zu bekommen", betont Meier — und der Coach hat keine Zweifel, dass ihm dies gelingt. "Tiki-Taka war nie unser Spiel", erklärt er. "Kampfbereitschaft, Leidenschaft und Aggressivität müssen dazu führen, dass wir unsere Ziele erreichen."

Heinrich Schmidtgal zumindest hat großes Vertrauen in seine künftigen Mitstreiter. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Fortuna den Klassenerhalt schafft", sagt der Mann, der auf der linken Abwehr- und Mittelfeldseite spielen kann. "Ich hatte mehrere Anfragen, aber ausschlaggebend für mich war, dass ich sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen Fortunas hatte und sie sich trotz meiner Verletzungen in der Rückrunde stark um mich bemüht haben." Der Spielplan macht es möglich, dass er sich schnell dafür erkenntlich zeigen könnte: Am letzten Spieltag muss Schmidtgal mit Greuther Fürth zu Fortunas Konkurrent FC Augsburg. "Wer weiß", sagt der Deutsch-Kasache, "vielleicht können wir Fortuna ja noch behilflich sein." Falls das gelänge, wäre ihm ein toller Empfang durch die Düsseldorfer Fans gewiss.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Heinrich Schmidtgal

(RP/can/csi)