Fortuna Düsseldorf: Frank Mayer: Betzenberg statt Esprit-Arena

Fortuna Düsseldorf: Frank Mayer: Betzenberg statt Esprit-Arena

Fortunas ehemaliger Torjäger (113 Spiele und 43 Tore für die Fortuna) hat dem Fußball nach seiner aktiven Karriere den Rücken gekehrt, zumindestens beruflich gesehen. Er arbeitet heute als stellvertretener Gruppenleiter beim Verteilerzentrum des Drogeriemarktes "dm" in Weilerswist.

Der Stürmer mit dem außergewöhnlichen Torriecher erlangte Kultstatus bei den Flingernern, als er sie von der Oberliga zurück in die Regionalliga schoss. Seine Tore sind bis heute im Gedächtnis der Fans geblieben und auch sein Name wird immer noch mit dem Neuanfang in der Oberliga und dem Aufstieg in die Regionalliga in Verbindung gebracht. "Auch für mich waren es fantastische Jahre in Flingern. Ich habe es genossen im alten Paul-Janes Stadion aufzulaufen und die Fortuna zum Aufstieg zu schießen."

Die Fans feierten seine Tore und huldigten ihm mit einem ganz speziellen Lied. Doch dazu wäre es fast gar nicht gekommen, denn Mayer arbeitete als Maler und Lackierer. Er spielte nebenbei beim TSC Euskirchen und hatte den Wunsch Profifußballer zu werden bereits aus seinem Kopf gestrichen. Dann kam jedoch im Jahr 2001 der Anruf von Fortuna Düsseldorf. "Ich habe nicht mehr damit gerechnet, habe mich aber umso mehr gefreut, diese Chance zu bekommen." Die nutze er mit Bravour und wurde zu einer Vereinslegende.

Nach seinem Wechsel von Fortuna zum Chemnitzer FC spielte er noch bei Preußen Münster und dem Bonner SC, auch jeweils in der Oberliga beziehungsweise in der Regionalliga, bevor er seine Karriere in unterklassigen Ligen, unter anderem beim TSC Euskirchen und dem Kaller SC, ausklingen ließ.

Mayer ist seitdem im Fußball nicht mehr aktiv. "Es hat sich einfach nach meiner aktiven Karriere noch nichts ergeben." Jedoch schließt er nicht aus, irgendwann wieder im Fußballgeschäft tätig zu werden. "Man sollte niemals nie sagen", sagt Mayer. Wenn jemand auf ihn zukommen würde, wäre er nicht abgeneigt, wieder in seinen geliebten Sport zurück zu kehren.

Sein anstrengender Schichtdienst hält ihn nicht davon ab, "seine Fortuna" weiterhin sehr aktiv zu verfolgen: "Ich war erst letztens beim Auswärtsspiel auf dem Betzenberg in Kaiserslautern." Auch zu vielen Fans hält der 37-Jährige noch Kontakt und wird von diesen noch häufig für seine Verdienste um den Verein gefeiert.

Zu seinen ehemaligen Weggefährten bei der Fortuna hat er jedoch eher weniger Kontakt: "Da fehlt mir leider auch die Zeit. Manchmal schreibe ich noch mit Axel Bellinghausen, aber leider auch eher sporadisch."

Doch auch in Zukunft will er, sofern es die Zeit zulässt, "seine Fortuna" nicht nur aus der Ferne verfolgen, sondern auch die Spiele vor Ort angucken. "Dieser Verein ist einfach eine Herzensangelegenheit."