Fortuna-Training am Mittwoch: Der Konkurrenzkampf ist riesengroß

Vor Pokalspiel : Fortunas Profis wetteifern um die Plätze

Die Fußballer von Fortuna Düsseldorf kämpfen vor dem Pokalspiel in Koblenz um die Plätze in der Startelf von Trainer Freidhelm Funkel. Im Training ist es am Mittwoch voll zur Sache gegangen.

Fortunas Fußballer kämpften um jeden Zentimeter Rasen, rannten sich die Lunge aus dem Leib, im Minutentakt lagen sie nach den Zweikämpfen am Boden. Wer die rassigen Zweikämpfe am Dienstagabend bei Fortunas 13:0-Testspielsieg beim Bezirksligisten VfL Benrath angesichts des Klassenunterschieds zwischen den beiden Teams vermisst hatte, der kam wenige Stunden später beim Training auf seine Kosten.

Der Kampf um die elf Plätze in der Startformation für das Pokalspiel am Sonntag bei Rot-Weiß Koblenz ist in vollem Gange und härter denn je. Das war bei der drittletzten Einheit vor dem ersten Pflichtspielauftritt der Rot-Weißen offensichtlich. Allerdings ging es dabei immer kameradschaftlich zu. Da rasselten beispielsweise Anderson Lucoqui und Niko Gießelmann beim Kampf um den Ball zusammen und gingen zu Boden. Doch beiden rappelten sich wieder auf, schüttelten sich kurz, gaben sich die Hände und stürzten sich wieder ins Traininsspielchen.

Chefcoach Friedhelm Funkel sah sich das Geschehen mit stoischer Ruhe an und griff diesmal nicht ein. Nach der Doppelschicht am Tag zuvor mit dem Lauftraining am Morgen und der letzten Vorbereitungspartie am Abend stand diesmal eine knapp 100-minütige Einheit auf dem Plan. Co-Trainer Thomas Kleine teilte die Trainingsgruppe in vier Mannschaften mit jeweils sechs Akteuren ein, die auf kleinem Feld gegeneinander antraten. Die beiden Teams, die nicht spielten, traten bei der Balljonglage gegeneinander an. Dabei mussten sie den Ball über eine Distanz von 30 Metern transportieren, ohne dass er zu Boden fiel, und ihn in einer Regentonne unterbringen.

Bis auf Oliver Fink und Havard Nielsen sowie die Dauerverletzten Kianz Froese und Tim Wiesner waren alle Spieler des Kaders dabei. Immer noch offen ist Funkels Entscheidung, ob Raphael Wolf oder Michael Rensing als Nummer eins in die Saison gehen wird. Neben den beiden Routiniers waren auch die Nachwuchstorleute Jannick Theißen und Maduka Okoye dabei. Nach der intensiven Einheit sanken die Akteure zu Boden.

Physio Thomas Gucek hatte alle Hände voll zu tun. Nach dem Training behandelte er Diego Contento, der sich nach Trainingsende einfach auf den Rasen fallen gelassen hatte. Dessen Blessur stammte allerdings nicht aus der Übungseinheit. Der Linksverteidiger hatte am Tag zuvor in Benrath einen schmerzhaften Schlag auf seinen linken Fuß bekommen, dann aber auf die Zähne gebissen und weitergespielt. Ebenso am Mittwoch: Die Schmerzen waren dem 28-jährigen Deutsch-Italiener anzusehen, doch beim Kampf um einen Platz im Team Benrath nahm er keine Rücksicht auf seine Blessur. Ob ihm sein Einsatz zu einem Platz in der Anfangsformation verhilft, das wird er erst kurz vor Spielbeginn erfahren.

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