Fortuna: Fortuna siegt – und wiegelt ab

Fortuna : Fortuna siegt – und wiegelt ab

Den Gewinn des Derby Cups gegen Alemannia Aachen und Borussia Mönchengladbach will Fortuna-Trainer Norbert Meier nicht überbewerten. Dennoch überzeugte sein Team mit großer taktischer Disziplin und Stabilität.

Es ist nicht unbedingt an der Tagesordnung, dass Fortunas Fußball-Profis ein Elfmeterschießen gewinnen. "Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass das in meiner Düsseldorfer Zeit schon einmal geschehen wäre", sagte Trainer Norbert Meier schmunzelnd. Und da seltene Vergnügen immer besonders Spaß machen, genoss der Coach das 2:0 nach Elfmeterschießen über Borussia Mönchengladbach beim Aachener Derby Cup ebenso wie seine Spieler.

Dieser Prestige-Erfolg, den Torhüter Michael Ratajczak mit seinen Paraden gegen die Gladbacher Schützen Dennis Dowidat und Roel Brouwers sicherte (während Ranisav Jovanovic und Ken Ilsø sicher vom Punkt trafen), brachte Fortuna in Verbindung mit dem 1:0 über Gastgeber Alemannia Aachen den Turniersieg. Und damit einen Pokal, der beinahe so groß war wie Kapitän Andreas Lambertz, der den "Pott" in den Nachthimmel strecken musste.

Bei aller Freude über die Steigerung nach dem letzten Turnierplatz bei der Derby-Cup-Premiere 2010 war Meier auf Mäßigung bedacht. "Wir müssen das alles ein bisschen relativieren", meinte der 52-Jährige. "Wir sind in der Vorbereitung und haben viel ausprobiert. Das Gleiche gilt natürlich für unsere Gegner." Auch der vorsichtige Chefcoach musste jedoch festhalten, dass die taktische Grundordnung seines Teams zwei Wochen vor dem Ligastart bereits eine beachtliche Qualität aufwies. "Wir haben gut gestanden", erklärte Meier. "Gladbach hat den Ball zwar gut laufen lassen, aber an Chancen haben wir ebenso wenig zugelassen wie gegen Aachen."

Dies war umso bemerkenswerter, da Fortuna auf Oliver Fink verzichten musste, der auf der "Sechser"-Position im defensiven Mittelfeld nahezu gesetzt ist. "Finki hat sich ohnehin mit Halsschmerzen herumgeplagt und dann sogar noch Schüttelfrost bekommen", berichtete Meier. "Da habe ich ihn gleich nach Hause ins Bett geschickt."

So spielte Lambertz verstärkt in der Fink-Rolle, fand sich nach etwas hektischem Beginn immer besser hinein. Lediglich "Lumpis" Schuhwerk war dem Trainer ein Dorn im Auge: "Bei diesen grünen Tretern wirst du blind." An der Seite des Kapitäns wirkte Adam Bodzek stärker als Karim Aouadhi, dem Meier große fußballerische Qualitäten, aber noch Umstellungsprobleme attestierte. "Karim muss im Zweikampfverhalten zulegen. Das ist aber vollkommen normal." Innenverteidiger Juanan kam dagegen schon besser zurecht als erwartet und erhielt auf einem Spezialgebiet ein Sonderlob des Coachs: "Er hat sich ein Deutsch-Lehrbuch für 50 Euro gekauft – das zeigt sein Interesse."

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Der Sommerfahrplan:

15. Juni: PSV Wesel - Fortuna 1:7

18. Juni: SG Orken - Fortuna 0:9

23. Juni: Fortuna - FK Karpaty Lwiw 2:1

25. Juni, 16 Uhr: UFC Maria Alm - Fortuna 0:17

28. Juni: Fortuna - Steaua Bukarest 1:1

1. Juli: FC Wegberg-Beeck - Fortuna 0:5

4. Juli: Alemannia Aachen - Fortuna 0:1 (Derby-Cup)

4. Juli: Fortuna - Bor. M'gladbach 2:0 (0:0) n.E. (Derby-Cup)

Samstag, 9. Juli, 19 Uhr: Fortuna - PAOK Saloniki

Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr: TuRU Düsseldorf - Fortuna

Montag, 18. Juli, 20.15 Uhr: 1. Spieltag: Fortuna - VfL Bochum"

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