Fortuna Fortuna rüstet zum Endspurt

Nur noch ein Job wartet auf die Zweitliga-Fußballer – dann geht es in den Urlaub. Das letzte Punktspiel führt sie am Sonntag (13.30 Uhr) nach Fürth, das vom Aufstieg träumt. Jens Langeneke will die interne Torjägerkrone holen.

 Jens Langeneke ist vor dem letzetn Spieltag bester Schütze der Fortuna.

Jens Langeneke ist vor dem letzetn Spieltag bester Schütze der Fortuna.

Foto: rpo, Falk Janning

Nur noch ein Job wartet auf die Zweitliga-Fußballer — dann geht es in den Urlaub. Das letzte Punktspiel führt sie am Sonntag (13.30 Uhr) nach Fürth, das vom Aufstieg träumt. Jens Langeneke will die interne Torjägerkrone holen.

Der Urlaub steht vor der Tür, und er ist für Fortunas Fußball-Profis so kurz wie selten zuvor. Bereits am 11. Juni versammelt Chefcoach Norbert Meier seine Schäfchen zur ersten Trainingseinheit der kommenden Zweitliga-Saison. Es liegen also nicht einmal vier Wochen zwischen dem letzten Auftritt 2010/11 am Sonntag bei der Spielvereinigung Greuther Fürth und dem Neustart.

Bevor am Montag die kurze arbeitsfreie Zeit mit dem Abflug zur Mannschaftstour auf Mallorca beginnt, haben die Düsseldorfer allerdings noch einiges vor. "Die Saison ist nicht vorbei", betont Jens Langeneke, der in Fürth anstelle des gelbgesperrten Andreas Lambertz die Kapitänsbinde tragen wird. "Wir wollen uns keine Wettbewerbsverzerrung nachsagen lassen."

Zudem ärgert es einen ehrgeizigen Spieler wie ihn maßlos, dass Fortuna auswärts selten so aufzuspielen verstand wie auf eigener Scholle. Die Partie bei Greuther Fürth, das unbedingt noch den Zwei-Punkte-Rückstand auf den Drittplatzierten VfL Bochum wettmachen und in die Relegation um den Erstliga-Aufstieg einziehen möchte, wäre eine glänzende Gelegenheit, auch mit Blick auf die nächste Saison frisches Selbstbewusstsein in der Fremde zu zeigen.

Zudem geht es für Langeneke darum, seine Führung in der teaminternen Torschützenliste zu verteidigen — ein seltenes Glück für einen Innenverteidiger. Achtmal hat der Abwehrchef in dieser Saison schon getroffen, profitierte dabei freilich von der ungewöhnlich hohen Elfmeterquote Fortunas. Siebenmal verwandelte Langeneke vom Punkt, scheiterte zudem noch einmal beim 2:2 in Karlsruhe. Seine größten Konkurrenten um Fortunas Torjägerkrone sind Ken Ilsø (sieben Treffer), Maximilian Beister und Sascha Rösler (je sechs).

Da Kai Schwertfeger und Adam Bodzek wieder gesund sind, fehlt in Fürth neben Lambertz nur noch der ebenfalls gesperrte Patrick Zoundi, dem Meier für das gestrige Training bereits frei gab. Der Coach hatte die Übungsintensität ohnehin deutlich heruntergefahren, ließ es bei 45 Minuten Fußballtennis auf dem Tartanplatz neben der Arena bewenden. "Am Sonntag wird es darauf ankommen, wie sehr meine Jungs noch einmal in der Lage sein werden, sich zu straffen", sagte Meier. "Wir werden auf jeden Fall versuchen, Gas zu geben. Allein schon wegen der vielen Fans, die uns begleiten wollen."

Rund 1000 werden es sein — eine stolze Zahl, da es doch für Fortuna "nur" noch um die Plätze fünf bis neun geht. Für dieses lebhafte Interesse haben die Düsseldorfer Profis indes selbst gesorgt: Auch ohne Abstiegsangst und Aufstiegshoffnungen lieferten sie in den zurückliegenden Wochen überzeugende Arbeit ab. Auch das ist kein schlechtes Zeichen für die nächste Saison.

(jan)
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