1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Fortuna muss den Berliner Trend stoppen

Fortuna Düsseldorf : Fortuna muss den Berliner Trend stoppen

Nach schwachem Start ist Union Berlin, das ab 18.30 Uhr (Live-Ticker) bei Fortuna Düsseldorf zu Gast ist, jetzt auf Kurs.

Wer geht mit welchen Zielen in die Partie?

Fortuna muss gewinnen, um in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen überwintern zu können. Die Berliner möchten mit weiteren Punkten ihre Position im Tabellenmittelfeld zementieren: Acht Punkte beträgt der Vorsprung zu den Abstiegsrängen, sechs Punkte der Rückstand zu den Aufstiegsplätzen. Da ist noch vieles möglich.

Wer hat die größeren personellen Sorgen?

Fortuna beklagt weiterhin zahlreiche Ausfälle. Neben den Langzeitverletzten Oliver Fink, Ihlas Bebou, Heinrich Schmidtgal, Lukas Schmitz, Michael Rensing Andreas Lambertz fallen auch Sergio Pinto (Gelbsperre) und Christopher Avevor (Knochenprellung im Knie) aus. Möglich ist jedoch, dass der an Knieproblemen laborierende Axel Bellinghausen, der in Braunschweig 83 Minuten geschont wurde, wieder ins Team rückt. Union-Coach Norbert Düwel hat nach der Rückkehr angeschlagener Spieler wieder personelle Alternativen und wird wechseln, weil "nach der aufwändigen Partie gegen Karlsruhe einige Spieler auf dem Zahnfleisch gehen". Auch auf Berliner Seite fehlt ein Spieler wegen einer Gelbsperre: Rechtsverteidiger Christopher Trimmel.

Welche Mannschaft steht mehr unter Druck?

Eindeutig die Fortuna. Sie wird die Fans nur mit einem Dreier zufrieden in die Winterpause verabschieden können. Union kann dagegen ganz befreit aufspielen. Es holte aus den vergangenen vier Partien zehn Punkte und hat mit diesem Lauf die Abstiegsplätze überraschend schnell weit hinter sich gelassen und den zwischenzeitlich bedenklich wackelnden Stuhl von Trainer Norbert Düwel nachhaltig gesichert. 500 Fans von der Spree werden ihrem Team den Rücken stärken.

Wer hat die bessere Tendenz?

Ganz klar Union. Die Köpenicker bestätigten beim 2:0-Sieg gegen den Tabellenzweiten Karlsruher SC ihren Aufwärtstrend und schafften den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen. Umgekehrte Vorzeichen bei Fortuna: Sie kassierte beim 1:2 in Braunschweig bereits die dritte Niederlage aus den jüngsten vier Partien.

Für wen spricht der direkte Vergleich?

Für Union Berlin. Fortuna hat sieben Partien gewonnen und neun verloren, dreimal trennten sich die Rivalen Unentschieden. Allerdings hat Fortuna daheim meist die Nase vorne gehabt: Die Düsseldorfer gewannen drei der jüngsten vier Partien auf eigenem Platz und spielten einmal Remis. Den letzten Union-Sieg in Düsseldorf gab es im April 2009 in der ersten Saison nach Einführung der 3. Liga (1:0 durch ein Tor von Benyamina) .

Was hat sich gegenüber der Hinrunde geändert?

Im Hinspiel war Michael Liendl noch der Taktgeber im Mittelfeld, aktuell befindet sich der Österreicher in einer Krise und war auch in der Vorwoche beim 1:2 in Braunschweig schwächster Mann auf dem Platz.

Welches Team hat die bessere Defensive?

Da hat die Fortuna die Nase vorne, denn die Berliner haben dier viertschlechteste Abwehr der Liga (28 Gegentore/Fortuna 22). Die Köpenicker hatten in dieser Saison 17 Mal in Folge vergeblich versucht, zu Null zu spielen. Im 18. Versuch gelang Union ausgerechnet gegen den starken KSC erstmals eine Partie ohne Gegentor, die prompt gewonnen wurde (2:0). Doch diese Leistung müssen die Berliner erst noch bestätigen.

Welche Offensive ist besser in Form?

Die der Berliner. Sie spielte gegen den Karlsruher SC effektiv. Union versemmelte ein Drittel seiner Pässe, hatte weniger Ballbesitz und verlor mehr Zweikämpfe, machte aber mehr aus dem Ballbesitz, hatte die besseren Chancen und war in den entscheidenden Momenten an der richtigen Stelle - und erfolgreich.

Fazit: Fortuna braucht einen guten Tag und etwas mehr Glück als zuletzt, um gegen erstarkte Berliner den dritten Heimsieg der Saison landen zu können.