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Fortuna Düsseldorf: Fortuna hofft auf Zugang Nummer 21

Fortuna Düsseldorf : Fortuna hofft auf Zugang Nummer 21

Bundesligist Fortuna Düsseldorf holte im Sommer 16 Neue, Verteidiger Leonel Ramirez Zambrano aus Ecuador soll nun der fünfte in diesem Monat sein.

Als Fan von Bundesligist Fortuna Düsseldorf muss man ein gutes Namensgedächtnis haben. Gleich 16 Zugänge verpflichtete der Aufsteiger im Sommer des vergangenen Jahres. In der Transferperiode in diesem Winter hat Sportvorstand Wolf Werner bereits vier neue Spieler geholt. Kandidat Nummer fünf ist der Ecuadorianer Cristian Leonel Ramirez Zambrano. Der 18-Jährige gilt als eines der größten Talente seines Heimatlandes. Zuletzt spielte er für den Spitzenklub Independiente Jose Teran, aktuell Vierter der ersten Liga. "Die Verträge wurden bereits hin- und hergemailt. Ich hoffe, dass es klappt", sagt Werner (70). "Noch ist es aber nicht in trockenen Tüchern."

Mit der Defensivkraft für die linke Seite würde Fortuna sich mehr Möglichkeiten schaffen. Zu dem durch und durch soliden Johannes van den Bergh gab es auf der Position im Prinzip keine Alternative. Die soll jetzt wohl durch die Verpflichtung von Zambrano geschaffen werden. Im August 2011 absolvierte er ein Probetraining bei Borussia Dortmund. Auch Premier-League-Team Tottenham Hotspur soll dem Vernehmen nach an dem Südamerikaner interessiert gewesen sein.

Fortuna steht als Rückkehrer im Oberhaus des Fußballs noch immer passabel da. Tabellenplatz 14, neun Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Doch nach der 2:3-Niederlage gegen Augsburg sind alle Träumer im Umfeld des Klubs wieder mit den Realitäten vertraut gemacht worden. "Für uns", sagt Wolf Werner, "ist die ganze Saison purer Kampf um den Klassenerhalt." Um dieses Vorhaben zu realisieren, hat Werner Wert auf eine Qualitätssteigerung des Kaders gelegt. Ein schwieriger Spagat — denn er muss auch versuchen, die noch vor wenigen Monaten als Aufstiegshelden gefeierten Profis nicht öffentlich zu demontieren. Werner, durch Erfahrung geschult in der gehobenen Sprache der Fußball-Diplomatie, sagt: "Wir haben gesehen, dass wir an einigen Stellen Anpassungen vornehmen mussten."

Beispiel Defensive. Innenverteidiger Jens Langeneke ist eines der Gesichter von Fortuna Düsseldorf. Doch durch eine komplizierte Knieverletzung fehlt er schon seit Wochen. Der Tscheche Martin Latka, von Slavia Prag verpflichtet, soll nun in der Innenverteidigung für Stabilität und Ordnung sorgen.

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Beispiel Mittelfeld. Andreas "Lumpi" Lambertz ist Mister Fortuna. Als bislang einzigem Spieler ist ihm der Aufstieg mit einer Mannschaft von der vierten Klasse bis in die Bundesliga gelungen. Lambertz ist eine Wühlmaus, steht ständig unter Strom. Weniger ausgeprägt sind seine Qualitäten im Aufbau. Viele Pässe sind zu ungenau, dadurch entsteht schnell Unruhe. Gut möglich, dass der Kapitän von seiner angestammten Position auf der Doppel-Sechs weichen muss. Robert Tesche drängt in die Startformation. Der 25-Jährige, Leihgabe des Bundesliga-Rivalen Hamburger SV, hat sich bei der Niederlage gegen Augsburg zum Rückrundenauftakt für weitere Einsatzzeiten beworben. In der Schaltzentrale hinter den Spitzen wirkte er überzeugend. Sollte Tesche spielen, müsste Lambertz oder Oliver Fink wahrscheinlich weichen. "Tesche wird einigen auf dieser Position als Konkurrent Kopfschmerzen bereiten", sagt Werner. "Das wird ein hartes Rennen für den ein oder anderen, der nicht in Schwung kommt."

Düsseldorf muss als Kollektiv schnell funktionieren. Am besten gelingt das durch Erfolgserlebnisse. Morgen (15.30 Uhr/Liveticker bei www.rp-online.de/fortuna) ist die nächste Gelegenheit dazu im sogenannten kleinen Derby bei Borussia Mönchengladbach.

(RP/seeg)