Fortuna: Fortuna gegen die Top-Abwehr

Fortuna: Fortuna gegen die Top-Abwehr

Keine andere Mannschaft in der 2. Fußball-Bundesliga verteidigt besser als der 1. FC Kaiserslautern, der am Montag (20.15 Uhr, Esprit-Arena) in der Arena zu Gast ist. Aber die Pfälzer haben in Sidney Sam auch einen überragenden Torjäger.

Keine andere Mannschaft in der 2. Fußball-Bundesliga verteidigt besser als der 1. FC Kaiserslautern, der am Montag (20.15 Uhr, Esprit-Arena) in der Arena zu Gast ist. Aber die Pfälzer haben in Sidney Sam auch einen überragenden Torjäger.

Würden statistische Wahrscheinlichkeiten herangezogen, müsste es im Topspiel zwischen Fortuna und Kaiserslautern ein 0:0 geben. Die Düsseldorfer sind seit 478 Minuten ohne Gegentreffer im eigenen Stadion, haben andererseits seit 245 Minuten selbst kein Tor mehr geschossen. Zum Glück aber schert sich der Fußball in der Regel wenig um Wahrscheinlichkeitsrechnung ­ und so dürfen die mehr als 35.000 Zuschauer durchaus auf Treffer hoffen.

Ein Garant dafür trägt das Trikot der "Roten Teufel” und heißt Sidney Sam. Die Leihgabe des Erstligisten Hamburger SV hat an den vergangenen sieben Spieltagen ebenso viele Tore geschossen, und er ist zudem heiß auf die Düsseldorfer. Bei Lauterns 0:2-Niederlage im Hinspiel blieb Sam nicht nur wie seine Teamkameraden ohne Erfolgserlebnis, sondern wurde auch noch zur Pause ausgewechselt. Ein seltenes Erlebnis für den U21-Nationalspieler, das er sicher am Montag gern vergessen machen möchte.

"Sidney Sam gehört zu den Leuten, die mit ihrer Klasse ein Spiel allein entscheiden können”, sagt Fortunas Trainer Norbert Meier über den 22-Jährigen. "In Aachen zum Beispiel hat er das beim 0:3 mit drei Toren deutlich bewiesen. Aber Sam ist nicht der Einzige, auf den wir achten müssen. Jendrisek, Nemec, Lakic ­ mein Kollege Marco Kurz hat eine große Auswahl im Angriff.”

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Dabei ist die Offensive nicht einmal das Prunkstück des souveränen Tabellenführers. Mit nur 20 Gegentreffern aus 26 Partien stellen die Pfälzer die beste Abwehr der Liga, gefolgt übrigens von Fortuna mit 24. Diese herausragende Bilanz hat natürlich auch damit zu tun, dass Kurz durchgängig auf seine beste Viererkette setzen konnte: Florian Dick, Martin Amedick, Rodnei und Alexander Bugera machten ebenso wie Torhüter Tobias Sippel alle 26 Saisonspiele.

Norbert Meier, der Bugera einst beim MSV Duisburg selbst vom Stürmer zum (Klasse-)Abwehrspieler umschulte, musste wegen Verletzungen und Sperren häufiger umstellen. Am Montag aber darf er sich darüber freuen, dass in "Jojo” van den Bergh und Marco Christ zwei zuletzt gesperrte Spieler zurückkehren.

Beide können auch fest mit ihrem Einsatz in der Startelf rechnen, da beim 0:2 in Frankfurt das Experiment mit Torsten Oehrl im zentralen Mittelfeld wenig erquicklich verlief. Oehrl wiederum steht mit einiger Sicherheit dennoch in der Startelf, da Ranisav Jovanovic verletzt ausfällt. Dmitri Bulykin ist nach seiner Vorstellung von Frankfurt kein Konkurrent. Dass Meier verbal eine Lanze für den Russen brach ("Dmi war lange verletzt”), ehrt den Coach ­ mehr nicht.

(RP)