Fortuna Düsseldorf: Fortuna-Film trifft ins Herz

Fortuna Düsseldorf : Fortuna-Film trifft ins Herz

Das Werk über die Legenden des Klubs überzeugt bei der ersten Vorführung.

Sind 150 Minuten Fortuna zu viel? So lange dauert der Film "Fortuna Legenden", der heute in drei ausverkauften Sälen des Cinestar an der Hansaallee seine Premiere feiert, bis zum 28. November täglich ab 20 Uhr läuft und am Dienstag erstmals vorgeführt wurde. Nein lautet die Antwort auf die eingangs gestellte Frage, denn auch für Zuschauer, die dem Klub aus Flingern nicht so nahe stehen, wird die Zeit wie im Flug vergehen. Die Filmemacher Holger Schürmann und Lars Pape haben es geschafft, die Geschichte des Vereins in Wort, Bild und Musik so zu gestalten, dass das Interesse des Zuschauers nie erlahmt.

Die Beschreibung als "Film aus dem Herzen und für die Herzen der Fortuna" trifft jede Szene in den zweieinhalb Stunden, in denen auch immer wieder schöne Bilder aus der Heimatstadt der Fortuna eingeblendet werden. Man nimmt einfach jedem, der zu Wort kommt, seine ehrlichen Gefühle für Rot-Weiß ab. Das sind einmal ehemalige Spieler, die sich seit 40 Jahren nicht gesehen haben und vor der Kamera erst einmal fragen müssen: "Wer bist Du denn?"

So trifft Torjäger-Legende Pitter Meyer erstmals seinen Mitspieler Jürgen Schult wieder. Die Brüder Klaus und Thomas Allofs sitzen in ihrem Stadtteil Gerresheim und schwelgen in Erinnerungen an ihre Karriere bei Fortuna: "Wer von uns beiden beim 1:1-Ausgleich im Europapokal-Endspiel gegen CF Barcelona zuletzt am Ball war, wird wohl nie geklärt werden"

Einen großen Raum im Film hat das zweite Relegationsspiel gegen Hertha BSC. Viele, zum Teil noch nie gesehene, Bilder nach dem chaotischen Ende der Partie lassen noch einmal die Emotionen hochsteigen. Spätestens wenn einige der älteren Spieler mit feuchten Augen gestehen, dass sie für die Stimmung in der Arena am liebsten noch einmal die Fußballschuhe anzögen, hat man die Botschaft des gelungenen Films verstanden: Fortuna ist Düsseldorf, und Düsseldorf ist Fortuna.

Ein letzter Tipp: Unbedingt den Nachspann gucken.

(cj)