Fortuna Düsselorf: Fortuna ist auf dem Weg, sich selbst die Bundesliga richtig zuzutrauen

Kommentar zum 0:0 in Stuttgart : Fortunas gesundes Selbstbewusstsein

Die Zweitliga-Meisterschaft war die Basis einer Entwicklung, die immer weiter voranschreitet. Das 0:0 von Stuttgart beweist, dass die Düsseldorfer sich die Bundesliga immer mehr zutrauen. Ein Kommentar.

War das beim VfB Stuttgart nun ein gewonnener Punkt – oder waren es zwei verlorene Zähler? Fortuna sollte sich nicht zu lange mit dieser Frage aufhalten. Denn noch wichtiger als das Ergebnis war am Freitagabend die Leistung, die die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel am Neckar ablieferte. Oder noch genauer: die Leistungsentwicklung. Denn in der ersten Hälfte agierte das Team zwar defensiv stabil und zerstörte gekonnt die Ansätze der Stuttgarter, doch im Spiel nach vorn tat sich fast nichts. Nach der Pause indes legten die Düsseldorfer in einer Weise den Schalter um, die beeindrucken musste. Plötzlich spielten sie mutig nach vorn, setzten den VfB unter Druck und erarbeiteten sich Chance auf Chance.

Sicher, unter diesem Gesichtspunkt ist das Resultat von 0:0 auf den ersten Blick enttäuschend. Doch für einen Aufsteiger kommt es vor allem darauf an, sich selbst und der Liga zu beweisen, dass mit ihm nicht zu spaßen ist. Fast ganz Fußball-Deutschland hat Fortuna vor Saisonbeginn zum Absteiger Nummer eins erklärt, doch sie reagiert darauf mit einem Selbstbewusstsein, das auf der vergangenen Zweitliga-Meistersaison fußt und seitdem stetig gewachsen ist.

Fortuna ist auf dem Weg, sich selbst die Bundesliga richtig zuzutrauen. In Stuttgart gelang das erst in den zweiten 45 Minuten richtig, im ersten Auswärtsspiel in Leipzig – als die Mannschaft als krasser Außenseiter fast gar nichts zu verlieren hatte – sogar schon über die volle Distanz. Zug um Zug festigt sich derzeit weiter, was Funkel mit dieser Truppe vorhat. Es wird spannend zu beobachten, wie viel Erfolg Spieler und Trainerteam dabei noch haben werden.

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