Fortuna Düsseldorfs Trainersuche: Mehmet Scholl winkt dankend ab

Fortuna Düsseldorf: Trainersuche: Scholl winkt dankend ab

Rachid Azzouzi ist schon eine ganze Weile im Geschäft. Deshalb ist er sich auch absolut im Klaren darüber, dass seit der Beurlaubung von Chefcoach Frank Kramer bei Fortuna Düsseldorfs Fans und in den Medien täglich ein neuer Trainername auftaucht, mitunter sogar mehrere an einem Tag. "Spekulationen gehören dazu", meint der Sportdirektor des Zweitligisten.

Eines fuchst Azzouzi jedoch mächtig: Wenn man ihn - seiner Ansicht nach zu Unrecht - unter Druck setzt. "Ich weiß beim besten Willen nicht, woher das Gerücht kommt, wir würden am Montag einen neuen Trainer präsentieren", sagt er brummig. "Dergleichen habe ich nie behauptet, und ich kann versichern, dass die Trainersuche in meiner Verantwortung liegt. Die Sache kann durchaus noch etwas dauern. Bis dahin sollte man schon auf das hören, was ich sage."

Namen potentieller Kandidaten nennt der Manager allerdings nicht - lediglich, dass sich die Sondierung noch in einer frühen Phase befinde. Konkrete Verhandlungen gebe es nicht, folglich auch nicht mit den Aspiranten, deren Namen bereits durchsickerten: Jos Luhukay, Friedhelm Funkel, Mirko Slomka, Jens Keller oder Holger Stanislawski.

Letzterer ist immerhin im weiteren Kreis, während Mehmet Scholl diesen bereits wieder verlassen hat. Ein kurzes Gespräch gab es mit dem Ex-Nationalspieler, doch der winkte dann dankend ab.

Bis es mit dem neuen Chef etwas konkreter wird, muss es Peter Hermann richten. "Die Mannschaft soll wissen: Peter ist Trainer, Feierabend", betont Azzouzi. Der bisherige Assistenzcoach hat zwar keine Ambitionen, in vorderster Reihe zu bleiben, kündigte aber an, das Beste aus der Situation zu machen. Auf jeden Fall morgen (13.30 Uhr) beim FSV Frankfurt, "und ob es eine Woche länger dauert, ist jetzt nicht das Thema", sagt Hermann. Azzouzi nickt dazu: Vielleicht sitzt der 63-Jährige auch am 7. Dezember gegen Braunschweig auf der Bank.

(jol)
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