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Fortuna Düsseldorf: "Zwote" verliert beim FC Wegberg-Beeck

Ohne drei Leistungsträger : Fortunas U23 verliert beim FC Wegberg-Beeck

Im Auswärtsspiel beim FC Wegberg-Beeck spielen Fortunas Regionalliga-Fußballer die wohl schwächste erste Hälfte der Saison. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sie sich stark verbessert, blieben aber offensiv harmlos. Deswegen verliert die „Zwote“ mit 0:2 und wartet seit fünf Partien auf einen Sieg.

Boris Tomiak hatte sein Tagewerk schon vollbracht, als die Arbeit für seine Teamkollegen erst begann. Der etatmäßige Innenverteidiger von Fortunas Regionalliga-Fußballer stand am Samstagvormittag im internen Testspiel der Profis auf dem Platz und reiste deshalb nicht mit der „Zwoten“ zum Auswärtsspiel beim FC Wegberg-Beeck. Cheftrainer Uwe Rösler lobte den 1,93-Meter-Hünen, der eine bärenstarke Saison spielt, hinterer ausdrücklich. „Boris Tomiak konnte sich bei uns zeigen und hat das sehr, sehr gut gemacht“, sagte Rösler.

In Wegberg wog das Fehlen des ehemaligen Wattenscheiders schwer. U23-Coach Nico Michaty musste allerdings auch auf weitere Leistungsträger verzichten - auf zu viele. Auch deshalb verlor die „Zwote“ am Mittelrhein mit 0:2 und blieb im fünften Spiel in Folge sieglos. Routinier Oliver Fink war erneut mit Knieproblemen ausgefallen, Rechtsverteidiger Moritz Montag hatte seine Zerrung im rechten Oberschenkel immer noch nicht auskuriert – und Angreifer Lex-Tyger Lobinger befindet sich mittlerweile seit fast zwei Wochen bei den Profis.

Defensiv begannen die Rot-Weißen ohne Tomiak hanebüchen. Kapitän Tim Oberdorf und Tim Corsten brauchten eine Weile, um sich in der Abwehrzentrale einzuspielen. Die Gastgeber profitierten aber auch davon, dass Enrique Lofolomo und Tim Köther enorme Probleme hatten, im defensiven Mittelfeld die Lücken zu schließen. So konnten die Wegberger etliche Pässe in die Tiefe spielen und ein ums andere Mal hinter die Verteidigungslinie der Flingerner vorstoßen.

Nur zehn Minuten benötigte der Aufsteiger, um zu diesem Zeitpunkt völlig verdient in Führung zu gehen. Die Michaty-Elf bekam – auf dem zugegebenermaßen sehr seifigen Rasen im Beecker Waldstadion – keinen Zugriff, letztlich tauchte Shpend Hasani vor „Zwote“-Keeper Glenn Dohn auf und überwand ihn mit einem Lupfer. Anschließend fanden die Flingerner zwar etwas besser in die Partie, brachten offensiv aber nicht mehr als zwei harmlose Abschlüsse von Vincent Schaub zustande.

Bedröppelt schlichen sie nach der vielleicht schwächsten ersten Hälfte der Saison in die Kabine, kehrten jedoch mit erhobenen Köpfen zurück auf den Platz. Angeführt von Kapitän Oberdorf gewann die „Zwote“ nach dem Seitenwechsel an Präsenz und Spielanteilen, nahm den Kampf an. Steffen Meuer ließ einen tückischen Distanzschuss von der Leine, den Stefan Zabel im Wegberger Tor so gerade parierte. Kurz darauf hätte Georgios Siadas möglicherweise einen Elfmeter erhalten können, doch die Pfeife von Schiedsrichter Alexander Ernst blieb stumm.

Auf der Gegenseite wäre beinahe die Vorentscheidung gefallen. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Felix Könighaus lief Hasani alleine auf das „Zwote“-Tor zu, Oberdorf rettete mit einer Mats-Hummels-Gedächtnisgrätsche im letzten Moment. Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff konnte dann selbst der starke Kapitän nichts mehr ausrichten. Diesmal war Marc Kleefisch enteilt und hob die Kugel über Dohn.

Ein Unentschieden wäre aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt nicht unverdient gewesen, letztlich verloren die Flingerner jedoch völlig zurecht in Wegberg.