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Fortuna Düsseldorf: Zweitligist F95 will Daniel Ginczek vom VfL Wolfsburg verpflichten

Stürmer soll aus Wolfsburg kommen : Fortuna vor Verpflichtung von Daniel Ginczek

Fortuna hat in dieser Saison bislang nur 23 Treffer erzielt – ein miserabler Wert in der Zweiten Liga. Deshalb soll nun noch einmal nachgelegt werden. Und die Düsseldorfer sind dabei offenbar erneut in Wolfsburg fündig geworden. Was hinter dem Transfer steckt.

Er ist einer, der hoch gelobten Stürmer im Land gewesen. Doch immer, wenn die Karriere von Daniel Ginczek so richtig ins Rollen kam, wurde er von Verletzungen aus der Bahn geworfen. Mittlerweile ist er 30 Jahre alt und spielt in den Planungen von Bundesligist VfL Wolfsburg überhaupt keine Rolle mehr. 2018 war er noch für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart in die Autostadt gewechselt.

Nach Informationen unserer Redaktion ist der Deal so gut wie fix. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet. Überraschend sind ein paar Details aus dem bisherigen Vertragsentwurf. Demnach soll der Angreifer für satte zweieinhalb Jahre verpflichtet werden. Auf Anfrage unserer Redaktion wollte Fortuna diesen möglichen Transfer nicht kommentieren – ein Dementi sieht indes auch anders aus. Und so wird zeitnah mit einer Verkündung gerechnet. Am Montag endet das Transferfenster.

Für Fortuna soll der 30-Jährige (189 Spieler in der 1. und 2. Liga/56 Tore) nun zum absoluten Schnäppchenpreis zu haben sein. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, sein Marktwert liegt laut „transfermarkt.de“ bei etwas mehr als einer Million Euro. Heißt: Düsseldorf dürfte realistisch eine niedrige sechsstellige Summe für ihn auf den Tisch legen.

Interessant ist die Personalie dennoch. Denn der Schuh drückt zwar derzeit überall bei Fortuna. Aber andere Positionen hatten bislang eine höhere Priorität. Noch immer ist die Planstelle in der Innenverteidigung offen. Noch immer ist kein Zugang im Mittelfeld in Sicht. Sportvorstand Klaus Allofs hat immer betont: „Wir machen nur etwas, wenn wir wirklich davon überzeugt sind, dass uns derjenige auch sofort weiterbringt.“ Bei Ginczek gibt es offenbar dieses Zutrauen.

Dabei ist die Sturmabteilung zahlenmäßig eigentlich gut besetzt. Robert Bozenik, Emmanuel Iyoha, Dawid Kownacki, Rouwen Hennings und Lex-Tyer Lobinger gehören dazu. Kownacki ist immerhin der teuerste Transfer in der Geschichte des Vereins. Bleibt abzuwarten, wie man sich aufstellt.

Bei Nicklas Shipnoski soll ein Leihverein schon gefunden sein, ob es aber, wie kolportiert, der SV Sandhausen sein wird – mehr als unwahrscheinlich. Würde Shipnoski sich dort wieder zu einem Top-Scorer entwickeln und helfen, den Verein vor Fortuna zu platzieren, hätte der Manager ein Problem – und zwar ein großes.

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Und auch bei Leonardo Koutris und Dragos Nedelcu ist aktuell keine Bewegung in Sicht. Dennoch kann es gut sein, dass sich im Endspurt der Transferbemühungen noch einiges verschieben wird. Mit Ginczek ist jetzt offenbar ein weiterer Schritt gemacht. Zuvor war bereis Linksverteidiger Nicolas Gavory (26) verpflichtet worden.

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