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Fortuna Düsseldorf: Zweitligist F95 hat sich 3:1 gegen den Karlsruher SC durchgesetzt

3:1-Erfolg gegen den KSC : Fortuna feiert den ersten Heimsieg

Im fünften Anlauf konnte Fortuna den ersten Erfolg vor heimischem Publikum feiern. Beim 3:1 gegen den Karlsruher SC traf Cheftrainer Christian Preußer eine durchaus mutige Personalentscheiidung und sollte dafür belohnt werden.

Christian Preußer musste verdammt lange darauf warten. Bei den vorangegangen vier Versuchen hat immer mal mehr, mal weniger gefehlt. Im fünften Anlauf schließlich konnte der Trainer von Zweitligist Fortuna endlich die Erfahrung machen, wie sich ein Heimsieg in der Arena in Stockum anfühlt. Der 3:1-Erfolg gegen den Karlsruher SC war auch Ergebnis einer für einige überraschenden personellen Umbesetzung.

Fortuna hat immer mal wieder angedeutet, dass man durchaus in der Lage ist, Spielen den eigenen Stempel aufzudrücken. Doch es fehlte an der einen und anderen Stelle immer an der nötigen Balance im Kader, individuelle Fehler haben die Gemeinschaft um den Lohn gebracht. Preußer hatte darauf nun reagiert und in die Innenverteidigung Tim Oberdorf statt Dragos Nedelcu das Vertrauen ausgesprochen. Jenem Oberdorf, der nicht mal einen Profivertrag besitzt, nur im Sommer in den Kader rutschte, weil sich der Verein eine weitere Defensivkraft sparen wollte.

Und Oberdorf machte, was sich Preußer von ihm erhofft haben dürfte – und legte sogar noch die Kirsche auf die Sahne drauf. In der Hintermannschaft war er von der ersten Sekunde an ein absoluter Stabilsator, erledigte, als hätte er nie etwas anderes gemacht, seine Aufgaben und schaltete sich obendrein immer wieder in die Vorwärtsbewegung mit ein. So auch in der 62. Minute, als sein langer Pass den Kopf von Rouwen Hennings fand. Der legte ab auf Kristoffer Peterson, mit einer sehenswerten Vorlage bediente er Khaled Narey zum 3:1, der Endstand in einer mal wieder sehr unterhaltsamen Partie. Diesmal allerdings mit dem bessere Ende für die Hausherren.

Die starke Leistung von Oberdorf war freilich nur ein Grund, warum Fortuna diesen Sieg einfahren konnte. Es war eine Mannschaftsleistung, bei der diesmal viele Rädchen ineinandergegriffen haben. Die Außen machten einen richtig starken Job, setzten vor 22.458 Zuschauern die Karlsruher immer wieder mächtig unter Druck. In den ersten zwei Minuten hatte so mancher KSC-Akteur schon einen dicken Kopf, weil er so schwindlig gespielt wurde.

Nach neun Minuten hatte der gebürtige Düsseldorfer Philipp Heise Fortuna mit einem Eigentor in Führung gebracht, Kristoffer Peterson hatte es aber mit einer Energieleistung quasi erzwungen. Mit Willenskraft hatte er nachgesetzt, als sich Daniel Gordon beim Spielaufbau der Gäste einen kapitalen Schnitzer geleistet hatte.

Die Drangphase der Gastgeber war hernach allerdings ein wenig gebrochen. Der Ausgleich von Wanitzek in Spielminute 22 war auf vielen Ebenen ein gehöriger Dämpfer. Ao Tanaka hatte den Ball so unglücklich abgefälscht, dass Florian Kastenmeier wohl entscheidend irritiert wurde. Wenngleich: an einem richtig guten Tag hätte er ihn wohl noch aus der Ecke gefischt.

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Spielentscheidend sollte diese Szene nicht werden. Denn nach der Pause ließ sich Fortuna nicht aus der Ruhe bringen. Christoph Klarer markierte die erneute Führung, Marcel Sobottka hatte den Ball mit dem Hinterteil geblockt, der Österreicher sofort reagiert und getroffen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Narey.

Endlich mal ein Feiertag in Düsseldorf. Christian Preußer bejubelte entsprechend euphorisch den Erfolg.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Noten haben wir und die Fans den Fortunen gegeben