Fortuna Düsseldorf zieht Lehren aus dem Spiel gegen FC Watford

Trainingslager in Maria Alm : Fortuna zieht Lehren aus dem Watford-Spiel

Friedhelm Funkel gibt sich in der Saisonvorbereitung gern etwas grummelig. So auch nach Fortunas 1:3-Niederlage im Testspiel gegen den FC Watford, bei der die Düsseldorfer dem Klub aus der englischen Premier League lange Zeit einen guten Kampf geliefert hatten.

„Wir haben noch zu viele Fehler gemacht“, sagte der Cheftrainer dennoch. „Zu viele Bälle sind in den Füßen der Gegner gelandet. Das 1:0 für Watford zum Beispiel darf niemals fallen, unser Abwehrverhalten war da ganz schlecht.“

Kein Widerspruch. Niko Gießelmanns Stellungsfehler hatte den Angriff der Briten eingeleitet, und in der Folge hinderte niemand Isaac Success daran, den Ball ins Netz zu drücken – obwohl Fortuna im Strafraum eine Fünf-zu-zwei-Überzahl aufwies. Doch was der Bundesliga-Aufsteiger rund um diese missglückte Szene in der ersten Hälfte zeigte, war durchaus sehenswert, nicht nur wegen Rouwen Hennings‘ prächtigem Volleyschuss zum 1:1 nach präziser Flanke des zunächst gut aufgelegten Jean Zimmer.

„Das war sehr stark vorbereitet von Jean“, lobte der Torschütze, „und ich treffe den dann auch gut. Prima, dass wir einen so schönen Angriff so gut zu Ende gespielt haben.“ Im Ansatz gelangen den Düsseldorfern in ihren schmucken weißen Auswärtstrikots, die sie erst tags zuvor vorgestellt hatten, noch mehrere vergleichbare Aktionen, doch das war Funkel nicht genug. „Das 1:1 war eines der wenigen Dinge, die wirklich gut waren“, sagte der 64-Jährige, schwächte dann allerdings das übermäßig harte Urteil doch ab: „Wir haben ja noch Zeit bis zum Beginn der Bundesliga. Solche Fehler, wie wir sie heute gemacht haben, passieren nun einmal, wenn man nicht hundertprozentig frisch ist. Das Zusammenspiel wird noch viel besser, und Watford war ein echter Härtetest, der uns in jedem Fall weiterbringt.“

Und wie sollte Fortuna in der zweiten Hälfte auch frisch sein? Während Watford nach dem Wechsel eine komplett neue Elf ins Rennen schickte, machte Funkels Team bis zur 61. Minute unverändert weiter, und acht Spieler gingen sogar über die volle Distanz. „Irgendwann müssen wir ja damit anfangen, unsere Leute über 90 Minuten spielen zu lassen“, erklärte der Coach. „Damit haben wir jedoch bewusst in Kauf genommen, dass Watford in der zweiten Hälfte einen Frische-Vorteil hat.“ Schlimm sei das in dieser Phase der Vorbereitung nicht, ergänzte Funkel. „Wir wollen uns finden, und dabei helfen solche Spiele enorm.“

Rouwen Hennings betonte, dass das Zusammenspiel schon recht gut funktioniere. „Wenn die Beine wieder etwas frischer sind, wird es noch besser laufen“, meinte der Stürmer. Torhüter Michael Rensing wollte Ergebnis und Fehlerquote in der zweiten Hälfte ebenfalls nicht überbewertet wissen: „Natürlich passte das Ergebnis nicht, aber grundsätzlich tat es einfach gut, gegen einen so starken Gegner auf dem Platz zu stehen und lange Zeit so gut dagegenhalten zu können.“

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