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Fortuna Düsseldorf zeigt mit Videoproduktionen Solidarität mit Künstlern

Originelle Videos : Fortuna zeigt Solidarität mit Künstlern

Videos zur Bewerbung von Merchandising-Produkten sind im Fußball nichts Ungewöhnliches. Fortuna hatte jedoch die Idee, Werbefilmchen mit einer Solidaritäts-Botschaft für Künstler zu verbinden. Das Resultat ist originell.

Am Mittwoch hat Fortuna ein Video online gestellt, mit dem der Klub den Absatz seiner Fantrikots stärken möchte. Das ist für sich genommen kaum eine Meldung wert – doch in diesem Fall lohnt sich doch das nähere Hinsehen. Das Video, in dessen Mittelpunkt Betreuerlegende Aleks Spengler und die Düsseldorfer Symphoniker stehen, ist nämlich bereits das vierte in der Serie „Fortuna auf den Bühnen der Stadt“, und diese Serie ist etwas mehr als nur Werbung für Merchandising-Produkte.

„Natürlich möchten wir mit unseren Produkten Gewinne erzielen“, gibt Fortunas Marketing-Vorstand Christian Koke ehrlich zu. „Aber wir wollten mehr erreichen. Ziel der Aktion ist es auch, in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit für die Nöte von Düsseldorfer Kunstschaffenden in der Corona-Krise zu wecken.“ Die Popularität eines Fußballklubs kann da sehr hilfreich sein, und die Zusammenarbeit passt bestens in das Konzept des Zweitligisten, so oft es geht auch seiner gesellschaftlichen Rolle gerecht zu werden.

 Zu diesem Zweck arbeitete Fortuna bei der aktuellen vierten Folge mit den Symphonikern zusammen und drehte in der Tonhalle, frühere Episoden spielten im Theater an der Luegallee, im Marionettentheater und im Theater an der Kö. Dabei wird stets ein Produkt des Vereins beworben, aber auch in originellen Situationen der jeweilige kulturelle Ort präsentiert.

So schlüpfte Koke an der Kö in den Weihnachtspullover, arbeitete Sportvorstand Uwe Klein an der Luegallee am Adventskalender und betätigte sich Fußball-und Kommunikationsvorstand Klaus Allofs gemeinsam mit Antenne-Moderator Olli Bendt als Puppenspieler im Marionettentheater. Stets sind die Episoden kurz, bündig und witzig. „Und stets mit dem Gedanken, selbst zu profitieren, aber auch die Bühnen zu unterstützen“, erklärt Koke.

Für die Umsetzung holte sich Koke einen Mann ins Boot, mit dem Fortuna seit vielen Jahren in Sachen Merchandising zusammenarbeitet: Boris Bartels mit seiner Agentur Dreimarketing. Er hatte mit seinem Team früher die ebenfalls sehr originell gehaltenen Merchandising-Kataloge gestaltet, in denen Fortuna-Größen unter anderem in an Asterix angelehnten Comics auftraten. „Aber es war klar, dass wir digitaler werden mussten“, berichtet Koke. „Nur einmal im Jahr ein Katalog, das wird den Ansprüchen nicht mehr gerecht. Es gibt inzwischen saisonale Produkte, etliche Dinge, die im Laufe einer Saison neu hinzukommen.“

So entstand die Idee mit der Videoserie. „Und dabei wollten wir nicht die Produkte in den Mittelpunkt stellen, sondern die Geschichte“, sagt Koke. „Eine runde, fortunatypische Geschichte, in der die Aufmerksamkeit mindestens ebenso stark den Künstlern gilt wie uns. Wir wollten die Aufmerksamkeit, die Fortuna in Düsseldorf zukommt, und unsere Emotionalität in die Waagschale schmeißen, um das öffentliche Interesse auf die Bühnen der Stadt zu lenken.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und wenn dadurch am Ende einige Trikots mehr verkauft werden, würde sich sicher auch niemand beschweren.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So kommt Fortuna auf die Bühnen der Stadt