Fortuna Düsseldorf wird Turnierzweiter nach 0:1 gegen den FC Utrecht

0:1 im Finale gegen Utrecht : Fortuna wird Zweiter bei Blitzturnier in Meppen

Bundesligist Fortuna Düsseldorf hat den Sieg beim Blitzturnier des SV Meppen verpasst. Im Finale unterliegt die Funkel-Elf dem niederländischen Ehrendivisionär FC Utrecht mit 0:1.

Der Turniersieg in der Hänsch-Arena von Meppen war greifbar nah, doch am Ende musste ihn Fortuna vor 3201 Zuschauern doch dem FC Utrecht überlassen. Der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel fehlte nach einer insgesamt ordentlichen Vorstellung letztlich die Frische, um nach dem Führungstreffer des Ehrendivisionärs durch Justin Lonwijk die Partie zu drehen. Die 0:1-Niederlage zeigte, dass es noch einige Baustellen gibt, ebenso aber, dass die Mannschaft in der Vorbereitung auf die neue Saison dennoch auf einem guten Weg ist.

Gegen die Niederländer zeigte sich schnell, dass den Bundesligisten ein ganz anderes Kaliber erwartete als im ersten Spiel gegen Ipswich Town (4:1). Utrecht attackierte früh, setzte Fortunas Deckung unter Druck und zwang sie so zu Fehlern. Ohnehin ist die Defensivarbeit in diesem frühen Stadium der Saisonvorbereitung am ehesten eine Schwäche des Teams. Noch stimmt längst nicht jeder Laufweg, gehen noch zu viele Bälle verloren – und manches Mal kommen dann Situationen auf, die die Abwehrzentrale vor Probleme stellen.

Offensiv dagegen stimmt die Richtung schon recht gut. Vor allem, was Zugang Erik Thommy in beiden Partien in Meppen auf den Rasen brachte, macht schon neugierig auf die Pflichtspiele ab Mitte August. Auch er musste in der Schlussphase aber akzeptieren, dass nach hartem Training und zweimal 45 Minuten Spielzeit die Kräfte nachließen. Fast hätte er dennoch mit einem herrlichen Distanzschuss den Ausgleich erzielt.

Im Halbfinale gegen Ipswich Town hatten die Düsseldorfer, was das Angriffssspiel anbelangt, eine gute Show abgeliefert. Bereits nach 150 Sekunden brachte Oliver Fink seine Farben in Führung – das dritte Kopfballtor des Kapitäns im vierten Vorbereitungsspiel, jedes Mal zum 1:0. Und Fortuna ließ sich auch nicht einen Augenblick davon schocken, dass dem englischen Zweitliga-Absteiger nicht einmal eine Minute später nach einem Nickerchen von Kaan Ayhan der Ausgleich gelang. Der türkische Nationalspieler, den italienische Medien mit dem Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo in Verbindung bringen, reklamierte Abseits, statt den späteren Torschützen James Norwood konsequent zu verfolgen.

Der kleine Missklang blieb ohne große Folgen, weil Fortuna sich in diesem Semifinale blind auf ihre Außen verlassen konnte. Matthias Zimmermann lieferte als rechter Offensivverteidiger eine ganz starke Vorstellung ab, und vor ihm glänzten die Zugänge Thommy und Bernard Tekpetey. Die Stuttgarter Leihgabe traf zweimal, einmal nach herausragender Vorarbeit Tekpeteys, und die Ghanaer belohnte sich mit dem Treffer zum 4:1.

Es war schon beeindruckend, wie stark die beiden Neuen dem Düsseldorfer Spiel bereits ihren Stempel aufdrückten. Thommy trainiert schließlich erst seit Donnerstag mit seinen neuen Kollegen, Tekpetey stieß auch erst am letzten Tag des Trainingslagers am Wiesensee vom FC Schalke zu Fortuna. So oder so: An diesem Duo könnten Funkel und die Düsseldorfer Anhänger noch eine Menge Freude bekommen.

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