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Fortuna Düsseldorf: Wiedersehen mit Ex-Arbeitgeber FC Ingolstadt im DFB-Pokal

Fortuna-Profi Thomas Pledl : „Ich habe den Spaß am Fußball zurückgewonnen“

Der Mittelfeldspieler kam vor der abgelaufenen Spielzeit vom FC Ingolstadt ins Rheinland. Im DFB-Pokal gibt es am Samstag mit Fortuna ein Wiedersehen mit dem alten Arbeitgeber und einigen Freunden. Der 26-Jährige hofft, sich in Düsseldorf durchsetzen zu können.

Saisonvorbereitung ist immer auch eine Standortbestimmung. Für Thomas Pledl ist es die Chance, einen Platz im Team zu bekommen. In der Bundesliga waren seine Einsatzzeiten überschaubar. Mal, weil er mit einem Innenbandriss im Knie verletzt ausgefallen ist, mal, weil kein Platz für ihn im Kader war. Am Ende stehen bislang nur sechs Ligaspiele in den Statistiken. Und auch in dieser Saison ist seine Position auf den offensiven Außenbahnen hart umkämpft. Der Bayer bleibt dennoch optimistisch. Thomas Pledl über...

...den Gegner im DFB-Pokal „Ein gefährliches Los. Es gibt definitiv leichtere Aufgaben als den FC Ingolstadt in der ersten Runde. Aber wir dürfen und werden uns nicht verstecken. Wir sind natürlich der Favorit. Aber wir werden da ganz bestimmt nicht mit der Einstellung hinfahren, etwas den Ball hin und herzuschieben und am Ende irgendwie zu gewinnen. In der Dritten Liga wird ganz schön eklig gespielt. Wir wissen also, was uns erwartet und müssen den Kampf annehmen.“

...über seine Situation „Ich habe den Spaß am Fußball zurückgewonnen und konnte mich auch ganz gut präsentieren. Natürlich ist es bisher nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin erst mit Ingolstadt und nun Düsseldorf zwei Mal hintereinander abgestiegen. Es gibt im Fußball so Phasen, wo es nicht so läuft. Man muss immer weiterarbeiten, immer Gas geben. Ich hoffe mal, dass es sich jetzt wieder ändert.“

...über die Vorbereitung „Wir haben inhaltlich eine ganz normale Vorbereitung gemacht, nicht viel anders als in den Vorjahren. Was neu war, dass wir manchmal nur ein sehr überschaubarer Haufen auf dem Trainingsplatz waren. Dass plötzlich von heute auf morgen vier Spieler wegen Corona wegbrechen, hat man sonst nicht so oft im Fußball. Die tägliche Arbeit ist aber für uns ganz normal gelaufen.“

...über große Veränderungen im Kader „Das beeinträchtigt uns ziemlich wenig. Der große Kern ist schon über Jahre hier, der wurde punktuell verstärkt. Das Mannschaftsgefüge ist da, das Gerüst steht. Vereinzelnde Verstärkungen oder Abgänge gehören zum Geschäft.“

...die Rückkehr nach Ingolstadt „Natürlich ist das was Besonderes. Es wäre schöner gewesen mit Fans, aber nun ist es eben so. Als die Pokalauslosung war, saß ich im Auto auf dem Rückweg von meinen Eltern in Bayern nach Düsseldorf. Ich habe auf einmal ganz viele Nachrichten bekommen von alten Kollegen, Nachbarn in Ingolstadt, die sich riesig gefreut haben. Ich hatte das wie gesagt gar nicht auf dem Schirm.“

...Erwartungen an die Saison „Wir tun gut daran, erst einmal gut in die Saison zu starten. Wenn man die ersten Partien sieht, kann man immer noch über langfristige Ziele reden. Ich habe das schon mal mit Ingolstadt erlebt als Absteiger, und es ist kläglich gescheitert.“

...seine auffällige Frisur „Einen Wettstreit haben wir eigentlich nicht. Ich hatte das Monopol auf die weißen Haare in der Kabine, und dann ist Brandon Borrello gekommen (lacht). Ich muss mir, glaube ich, mal was Neues ausdenken.“