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Fortuna Düsseldorf: Wie sich der Klub nach früheren Abstiegen in der Zweiten Liga schlug

In der Zweiten Liga : Wie sich Fortuna nach Abstiegen schlug

Die Düsseldorfer tun sich schwer mit dem Saisonziel direkter Wiederaufstieg. Das war schon immer so.

So langsam wächst die Erkenntnis: Wahrscheinlich wird es nichts mit dem direkten Wiederaufstieg der Fortuna. Sicher, es sind noch elf Spieltage zu absolvieren, somit auch noch 33 Punkte zu holen. Doch selbst ein furioser Endspurt könnte durchaus zu wenig sein, um die aktuell neun Zähler Rückstand auf die Aufstiegsplätze aufzuholen.

Nun ist es ja nicht das erste Mal, dass Fortuna das Unternehmen Wiederaufstieg in die Hand nimmt: Seit Gründung der Bundesliga vor 58 Jahren ist sie bereits sechsmal aus der deutschen Eliteklasse abgestiegen.

Wir haben uns deshalb die fünf Spielzeiten in der 2. Bundesliga und deren Vorgänger Regionalliga West einmal näher angesehen und dabei eine bemerkenswerte Parallele festgestellt. Denn nicht nur schaffte Fortuna kein einziges Mal die direkte Rückkehr in die Bundesliga – mit einer einzigen Ausnahme stand sie sogar in keiner dieser Saisons jemals auf einem Aufstiegsplatz. Unser Rückblick.

2013/14 Der Schock nach dem höchst überflüssigen Abstieg – schließlich hatte Fortuna in der Winterpause noch im scheinbar sicheren Mittelfeld rangiert – saß sehr tief. Die Düsseldorfer kamen mit ihrem neuen Trainer Mike Büskens überhaupt nicht in die Gänge, scheiterten im DFB-Pokal in der ersten Runde am späteren Viertliga-Absteiger Wiedenbrück und standen an keinem der 34 Spieltage unter den ersten drei.

Der Wiederaufstieg gelang drei Jahre später in der Saison 2017/18 als Zweitliga-Meister.

1997/98 Erst am achten Spieltag gelang Fortuna der erste Saisonsieg – doch da war Trainer Rudi Wojtowicz schon nicht mehr im Amt. Sein Nachfolger Uli Maslo brachte die verkorkste Saison, in der Fortuna ebenfalls nicht ein einziges Mal auf einem Aufstiegsplatz rangierte, auch nicht zu Ende. Der Absteigers wurde Siebter. Im DFB-Pokal war in Runde eins gegen den drittklassigen VfB Lübeck Schluss.

Wiederaufstieg: in der Saison 2011/12 in der Relegation gegen Hertha BSC, nach 13 finsteren Jahren in den Ligen zwei, drei und vier.

1992/93 Es war das schlechteste Zweitligajahr der Vereinsgeschichte. In dem nach der deutschen Wiedervereinigung mit 24 Klubs kickenden Unterhaus belegte Fortuna in der Abschlusstabelle Platz 21 und wurde somit nur ein Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg direkt in die damals drittklassige Oberliga durchgereicht. Bereits im August, nach nur sieben Spieltagen, löste dabei Aleksandar Ristic Horst Köppel als Trainer ab und durfte trotz des sang- und klanglosen Abstiegs bleiben. Der Lohn für diese Kontinuität: Mit Ristic schafften die Düsseldorfer den Durschmarsch zurück in Liga eins. 1992/93 war das freilich nicht abzusehen: Die beste Platzierung war Rang 14 zum Saisonauftakt, vom 17. bis 34. Spieltag war Fortuna sogar Letzter.

Die Rückkehr in die Bundesliga glückte 1994/95 als Zweitliga-Dritter mit dem Sieg zum Saisonfinale in Chemnitz.

1987/88 Im Sommer war Fortuna nach 16 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Bundesliga abgestiegen. Logisch, dass der Wiederaufstieg das erklärte Ziel war – und tatsächlich kam der Klub mit dem damals neuen Trainer Aleksandar Ristic so dicht wie nie an dieses Ziel heran. Am sechsten Spieltag stand sogar Platz eins zu Buche, fünfmal rangierte Fortuna auf einem Aufstiegsplatz. Doch an den letzten drei Spieltagen verspielten die Düsseldorfer die Rückkehr ins Oberhaus, wurden am Ende Fünfter. Ein Punkt fehlte am Ende zu Platz drei.

Der Wiederaufstieg ließ indes nicht lange auf sich warten: Bereits in der Folgesaison 1988/89 war es als Zweitliga-Meister soweit.

1967/68 Nachdem das erste Bundesligajahr mit dem sofortigen Wiederabstieg beendet war, musste sich Fortuna erst einmal neu sortieren. Die sofortige Rückkehr ins Oberhaus geriet dabei schon bald außer Sichtweite. Die Düsseldorfer wurden nur Sechster – der Wiederaufstieg glückte zwei Jahre später als Zweiter der Regionalliga und souveräner Erster der Aufstiegsrunden-Gruppe.

Fazit: Die aktuelle Saison passt mit dem derzeitigen siebten Platz wie die Faust aufs Auge auf die Vereinshistorie. Auch in den Jahren vor der Bundesliga-Gründung gelang Fortuna bei ihren damals seltenen Abstürzen in die Zweitklassigkeit nie der sofortige Wiederaufstieg. Noch sind elf Spieltage Zeit, den Schalter zum ersten Mal umzulegen.