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Fortuna Düsseldorf: Wie Jakub Piotrowski Fortunas Mittelfeld bereichern kann

Konkurrenz außer Form : Wie Piotrowski Fortunas Mittelfeld bereichern kann

In den vergangenen Partien bekamen vier Spieler die Chance, sich im zentralen Mittelfeld zu beweisen. Keiner von ihnen überzeugte. Möglicherweise könnte Jakub Piotrowski der Fortuna eine Hilfe sein. Wie das gelingen könnte.

Es ist nicht so, als hätte Trainer Uwe Rösler auf der Position im zentralen Mittelfeld keinerlei Auswahlmöglichkeiten. Das Problem: Momentan geht dort Quantität über Qualität. Keiner der üblichen Verdächtigen scheint so wirklich in Form zu sein. Das Duo um Alfredo Morales und Edgar Prib schien sich gefunden zu haben. Besonders Letzterer hängt seit einigen Spielen aber völlig in einem Leistungsloch.

Hinzu kommt, dass Prib im vergangenen Spiel in Heidenheim auf den linken Flügel ausweichen musste. Stattdessen bildeten Marcel Sobottka und Kapitän Adam Bodzek die Mittelfeld-Zentrale. Ebenfalls nur mit mäßigem Erfolg. Häufig gab es zu große Lücken zwischen den Mannschaftsteilen. Das Bindeglied im Mittelfeld fehlte.

Dabei gibt es einen Spieler, der genau diese Fähigkeit besitzt: Jakub Piotrowski. Im Fachjargon nennt man solche Profis „Box-to-Box-Spieler“. Also solche, die viele Meter machen und sich sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zeigen. Piotrowski könnte eben jenes Bindeglied zwischen den Mannschaftsteilen sein.

So richtig unter Beweis stellen, konnte der Pole dies in Düsseldorf bislang noch nicht. Sieben Partien absolvierte er bislang für Fortuna – nur vier von Beginn an. Dabei überzeugte „Kuba“, wie er genannt wird, fast immer. Unsere Redaktion gab ihn für seine Einsätze die starke Duchschnittsnote von 2,62. Allerdings setzte ihn anschließend das Coronavirus seit den Weihnachtsfeiertagen außer Gefecht. Erst seit Anfang Februar ist der 23-Jährige wieder im Mannschaftstraining. „Das war eine desaströse Erfahrung – man will kämpfen, alles für das Team geben, und statt dessen ist man auf Eis gelegt. Ich musste lernen, geduldig zu sein. Aber jetzt fühle ich mich besser und besser“, sagt Piotrowski selbst.

So gut, dass er – nach einem Einsatz in der U23 – nun auch wieder für die Profis auflaufen möchte. Vorstellbar wäre es, dass er ein Mittelfeld-Duo mit Morales bildet. Der 30-Jährige könnte Piotrowski den Rücken freihalten und ihm so die Freiheit verschaffen, sich häufig in die Offensive einzuschalten.

Fortuna könnte das gut gebrauchen. In den vergangenen Spielen scheiterte ein gefälliges Angriffsspiel auch daran, dass sich zu wenige Akteure mit in die Offensive einschalteten. So standen die Stürmer teilweise auf verlorenem Posten. Piotrowski könnte womöglich Abhilfe schaffen. Vielleicht ja schon im kommenden Spiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Jakub Piotrowski