Fortunas Leih-Problem Was macht eigentlich... Robert Bozenik?

Serie | Düsseldorf · Der einjährige Aufenthalt von Robert Bozenik bei Fortuna hatte Irrungen und Wirrungen. Sein Wechsel wurde auf merkwürdige Art bekannt gegeben. Dann fühlte er sich falsch zitiert. Und dann hatte er keine Zukunft mehr in Düsseldorf. Wohin es ihn nun verschlagen hat.

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Foto: Frederic Scheidemann

Das kurze Kapitel zwischen Robert Bozenik und Fortuna Düsseldorf begann schon vor der eigentlichen Vertragsunterschrift recht merkwürdig. Denn bevor die Nachricht durchsickern konnte, dass der Slowake vor einer Ausleihe ins Rheinland steht, verkündete Feyenoord-Trainer Arne Slot den anstehenden Wechsel live im TV. „Man muss ehrlich zueinander sein: Ich denke, die beste Lösung ist, dass er in eine neue Umgebung geht und hoffentlich viel spielt. Denn hier war das für ihn alles andere als sicher“, sagte Slot.

Das Problem wurde aber auch in Düsseldorf recht schnell offensichtlich: Bozenik zeigte sich zu Beginn zwar durchaus torgefährlich, er war aber kein Spieler, der auch mal gegen Gegenwind ankämpfte. So blieben schlussendlich lediglich vier Startelfeinsätze in Liga und Pokal auf seiner Haben-Seite. Unter Daniel Thioune spielte er irgendwann eigentlich gar keine Rolle mehr.

Ein unrühmliches Kapitel war zudem seine kontroversen Aussagen im September des vergangenen Jahres, als er nach nur einem Monat bereits bekannt gab, dass es auf keinen Fall länger als ein Jahr in Düsseldorf bleiben werde. „Es gibt eine Kaufoption, aber diese kann nur gezogen werden, wenn wir in die Bundesliga aufsteigen. Wir gehen alle davon aus, dass ich nur ein Jahr hier bin“, sagte er der slowakischen Zeitung „Sport“. „Wir werden sehen, was passiert. Vielleicht kommt ein Angebot im Winter, das schwierig abzulehnen sein wird, und vielleicht bin ich bis Sommer hier. Für mich zählt aber nur die Gegenwart.“

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Foto: dpa/Marton Monus

Bozenik versicherte daraufhin, dass er falsch zitiert wurde. Die Aussagen standen dennoch im Raum – und kamen innerhalb der Mannschaft alles andere als gut an. Der damalige Sportvorstand Uwe Klein ließ daraufhin verlauten, dass es sehr wohl auch eine Kaufoption im Falle dessen gebe, dass Fortuna nicht in die Bundesliga aufsteigt. Schlussendlich war dieser Zusatz aber recht egal. Ob der Leistungen des Angreifers entschied sich der Klub dazu, den heute 23-Jährigen nicht zu kaufen.

Der Rückkehrer sollte aber nicht lang in Rotterdam bleiben. Feyenoord lieh in direkt wieder aus. Dieses Mal nach Porto. Allerdings nicht zum Meister FC Porto, sondern zum „kleinen Bruder“ Boavista. Dort spielt Bozenik zwar regelmäßig, scheint in den vergangenen Monaten aber seinen Stammplatz verloren zu haben. Trainer bei Boavista ist übrigens Petit – ehemaliger Mittelfeldregisseur des 1. FC Köln.

Hier gibt es die ersten Teile unserer Fortuna-Serie: