45 Pflichtspiele für Fortuna Was macht eigentlich... Robbie Kruse?

Serie | Düsseldorf · Robbie Kruse spielte zwei Jahre bei Fortuna Düsseldorf, wagte dann im Jahr 2015 den Sprung zu Bayer Leverkusen. Anschließend folgten mehrere Stationen – auch in Deutschland. Doch was macht der Australier eigentlich jetzt? Wir verraten es Ihnen.

Fortuna Düsseldorf: Diese Spieler waren bei WM dabei für F95
73 Bilder

Diese Spieler waren für Fortuna bei einer WM dabei

73 Bilder
Foto: dpa/Christian Charisius

Fortuna verpflichtet Kruse. Das war eine Überschrift aus dem Frühsommer 2011. „Welchen deutschen Fußballer haben die Düsseldorfer sich denn da geangelt“, fragten sich viele Fans. Doch Robbie, wie Kruse mit Vornamen heißt, hat zwar einen deutschklingenden Namen, ist aber Australier. Zur Saison 2011/12 wechselte er nach Deutschland. „Robbie ist ein Spieler mit großem Entwicklungspotenzial, aber er ist kein fertiger Spieler“, sagte der damalige Trainer Norbert Meier zu seiner Verpflichtung. „Er kommt hier in völlig neue Lebensumstände und muss sich akklimatisieren.“

Und so kam es auch: Kruse war in der Aufstiegssaison höchstens Einwechselspieler. In vielen Partien reichte es für ihn nicht einmal für einen Einsatz. Am Ende der Saison standen genau 281 Minuten auf dem Tacho, auch deshalb, weil er sich in der Endphase einen Muskelbündelriss zuzog und ausfiel. „Es ist eben gar nicht so leicht, wenn man auf einem fremden Kontinent plötzlich aus dem Känguru-Beutel fällt und sich allein zurechtfinden muss“, erklärte Meier anschließend.

Doch ein Spieler, der in der Zweiten Liga kaum spielt, ist doch sicherlich kein Mann für die Beletage des deutschen Fußballs, oder? Eben doch. Denn in der Düsseldorfer Erstliga-Saison blühte der Australier plötzlich auf, verzeichnete trotz des Abstiegs starke 13 Scorerpunkte. Grund genug für einen unmittelbaren Nachbarn, die Finger nach dem Profi auszustrecken.

Die Heimatklubs der Fortuna-Profis
48 Bilder

Die Heimatklubs der Fortuna-Profis

48 Bilder
Foto: Moritz Mueller

Und so verpflichtete Bayer Leverkusen den damals 24-Jährigen und zahlte Fortuna 1,5 Millionen Euro Ablöse. Bei der Werkself konnte Kruse dann Erfahrung auf internationaler Ebene sammeln, spielte sowohl Champions als auch Europa League. Und doch kam er nur äußerst sporadisch zum Einsatz. 46 Pflichtspiele absolvierte er in vier Spielzeiten, inklusive eines kurzen Intermezzos beim VfB Stuttgart.

Nachdem klar war, dass er in Leverkusen keine Zukunft mehr hatte, folgte Kruse dem Ruf des großen Geldes und wechselte nach China. Bei Liaoning löste Kruse seinen Vertrag aber nach nur fünf Monaten wieder auf. Was folgte, war eine kurze Zeit ohne Klub. In der Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison 2017/18 erinnerte sich dann der VfL Bochum an Kruse - und holte ihn nach Deutschland zurück.

Im Ruhrgebiet blieb er zwei Jahre, ehe er vergangenes Jahr nach Australien zurückkehrte. Bei Melbourne Victory traf er auf einen ehemaligen Fortuna-Trainer. Denn Marco Kurz trainierte den Klub bis Januar 2020. Doch auch in Australien blieben Kruses Leistungen wechselhaft. Im März 2022 warf ihn eine Knieverletzung zurück. Sein Vertrag wurde im Sommer nicht mehr verlängert, sodass der heute 34-Jährige seitdem vereinslos ist. Die fünfte Station nach Fortuna könnte nun also auch seine letzte gewesen sein.

Und so bleiben Kruse nur die Erinnerungen an seine erfolgreichste Zeit. Die war unumstritten während der Bundesliga-Saison mit Fortuna.

(pab)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort