Nach Remis gegen Aufsteiger Elversberg Was für eine Reaktion Johannesson von Fortuna jetzt erwartet

Düsseldorf · Die Enttäuschung und der Frust saßen nach dem 1:1 gegen Elversberg tief. Doch der Blick war auch schon wieder nach vorne gerichtet. Am Samstag trifft Fortuna auf den Karlsruher SC. Was Isak Johannesson dann von sich selbst und seinen Mitspielern erwartet. Wie er die Situation gerade einschätzt.

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Isak Johannesson ist erst 20 Jahre alt. Aber bei Fortuna ist er eine feste Bank. Als Spieler auf dem Platz. Aber auch als Erklärer abseits des Rasens. Seit Sommer ist er vom FC Kopenhagen ausgeliehen. In der Zweiten Liga soll er Spielpraxis sammeln – und würde selbst gerne weitere Schritte in Düsseldorf gehen.

Doch es ist aktuell völlig ungewiss, ob das wirtschaftlich auch nur im Ansatz umsetzbar ist. „Ich habe es selbst nicht in der Hand“, sagt er. „Ich fühle mich hier unbeschreiblich wohl, alles andere wird man sehen, wenn es soweit ist.“ Die Kaufoption soll bei zwei Millionen Euro liegen. Steigt Fortuna nicht auf, wird das Geschäft nicht realistisch sein.

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Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Und das 1:1 gegen die SV Elversberg hat die Situation am Samstag nicht unbedingt verbessert. „Ich bin sehr enttäuscht, es ist sehr frustrierend. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Hälfte gespielt und dann haben sie ein wenig etwas an ihrer Taktik verändert. Die wussten am Anfang überhaupt nicht, wie sie uns in den Griff bekommen können, dann hatten sie plötzlich einen Schlüssel in der Hand, und darauf haben wir dann auf dem Rasen keine Antwort mehr gefunden.“

Tatsächlich kamen die Elversberger nicht komplett ausgewechselt aus der Kabine, sondern hatten nur kleinere Anpassungen vorgenommen. Doch dadurch war die Struktur im Mittelfeld der Düsseldorfer dahin. „Wir haben heute in einem 3-5-2-System agiert und es taktisch in der ersten Halbzeit nahezu perfekt umgesetzt“, sagt der Isländer. „Es hat sich sehr gut und stabil angefühlt auf dem Platz. In der zweiten Hälfte hat Elversberg dann umgestellt und uns höher gepresst.“

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Johannesson weiter: „Dann kassieren wir den Ausgleich und das Spiel ist auf einmal offen. Wir sind enttäuscht, dass wir das Spiel in der ersten Hälfte nicht zugemacht haben. Es waren genug Chancen da. Wir müssen nun in den Spiegel schauen und uns noch besser auf das kommende Spiel in Karlsruhe vorbereiten – damit es dann für 90 gute Minuten reicht.“

Er selbst liefert nach wie vor Partien mit viel Licht, aber auch sehr schattigen Phasen ab. Ohne Zweifel verfügt er über herausragende technische Qualitäten. Und er besitzt den Ehrgeiz, immer besser werden zu wollen. Sein Spiel benötigt indes noch deutlich mehr Konstanz, um tatsächlich über die volle Spielzeit seiner Mannschaft weiterhelfen zu können.

Punktuell sieht das alles immer fein aus, er spielt Pässe aus der Tiefe des Raums, ist selbst extrem torgefährlich. Doch nur einen Moment später erfolgt dann mitunter ein zu radikaler Spannungsabfall. Für seine Mitspieler ist das eine Herausforderung, weil sie in einigen Phasen doppelte Last tragen müssen. Doch Johannesson bringt alles mit, um sich selbst weiterzuentwickeln. Er will in Düsseldorf und mit Fortuna den nächsten Schritt gehen.

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