Fortuna Düsseldorf: Was Fortuna besser als im Hinspiel gegen den VfL Wolfsburg machen muss

Düsseldorf zu Gast in Wolfsburg: Was Fortuna besser als im Hinspiel machen muss

Am Samstag um 15.30 Uhr tritt Fortuna Düsseldorf beim VfL Wolfsburg an. Das Hinspiel im Oktober verlor die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel 0:3 und muss deshalb einiges verändern.

Achtung, Handspiel! In Zusammenhang mit Fortuna ist viel über Handspiel und die Folgen gesprochen und geschrieben worden. Erst am vergangenen Montag beim 0:3 gegen Frankfurt, als Schiedsrichter Robert Hartmann einen Handelfmeter für die Düsseldorfer auf Intervention des Videoassistenten Felix Zwayer zurücknahm, und auch schon beim 0:3 gegen den VfL Wolfsburg im Hinspiel. Da pfiff Referee Daniel Schlager fünf Minuten vor der Halbzeit einen äußerst fragwürdigen Strafstoß für die Gäste, als der in der Freistoßmauer platzierte Fortuna-Stürmer Rouwen Hennings den Ball an den angelegten Arm bekam. Wout Weghorst verwandelte zum 0:1 und stellte so die Weichen zum Sieg seines Teams.

Konzentration wahren. In der Hinrunde passierte es dem Bundesliga-Aufsteiger einige Male, dass er nach starkem Beginn in Rückstand geriet und danach den Faden nicht wiederfand. Beim 0:3 gegen Wolfsburg in der Arena war es ähnlich. Bis zu Weghorsts Strafstoßtreffer war die Partie weitgehend ausgeglichen, anschließend fand die Truppe von Trainer Friedhelm Funkel jedoch nicht mehr in die Spur zurück.

Größeres Selbstvertrauen. Das Heimspiel gegen die Grün-Weißen gehörte fraglos zu den Tiefpunkten der Saison. Die Düsseldorfer hatten zuvor bereits gegen Leverkusen, in Nürnberg, gegen Schalke und in Frankfurt (dort sogar mit 1:7) verloren und waren vergeblich auf der Suche nach ihrem verlorenen Selbstvertrauen. Auch diesmal gehen sie zwar mit dem Rucksack einer Niederlage gegen Frankfurt ins Rennen, haben sich aber mit 31 Punkten nahezu von allen Abstiegssorgen befreit und großes Selbstbewusstsein aufgebaut. Da Fortuna selbst beim 0:3 gegen die Eintracht ein sehr ordentliches Spiel hinlegte, geht sie mit einer ganz anderen Grundstimmung in die Begegnung als im Oktober.

Individuelle Verbesserung. Das Düsseldorfer Personal hat sich gegenüber der Hinserie gar nicht so entscheidend verändert – die individuelle Klasse schon. Benito Raman zum Beispiel agierte beim 0:3 in der Düsseldorfer Arena wie ein Schatten seiner selbst, und auch von Dodi Lukebakio kam nicht viel. Natürlich gibt es für Samstag keine Garantien, doch die beiden Belgier haben seit seit damals ebenso wie ihre Mitspieler gewaltig verbessert, haben viel dazugelernt und in der Bundesliga Fuß gefasst. Allein deshalb wird es für Wolfsburg schwerer als im Oktober. Doch Vorsicht: Auch der VfL hat sich gegenüber der Zeit vor fünf Monaten deutlich gesteigert. Fortuna war vor dem Anpfiff Letzter mit fünf Punkten, die Niedersachen standen nur um vier Zähler besser auf Rang zehn.

Mehr Offensive. Nach der 1:7-Klatsche in Frankfurt hatte Fortunas Trainerteam gegen Wolfsburg in erster Linie Wert auf eine verbesserte Abwehr gelegt. „Vielleicht ging die defensive Stabilität ein bisschen zu Lasten der Durchschlagskraft“, sagte Adam Bodzek dann nach dem 0:3. „Wenn man in der Vorwoche sieben Stück bekommt, ist es aber doch normal, erstmal Sicherheit ins Spiel bekommen zu wollen.“ Nachvollziehbar – und doch war das für die Düsseldorfer der Anfang vom Ende. Gegen die ebenfalls angeschlagenen Niedersachsen wäre mutiges Offensivspiel im Nachhinein der bessere Ansatz gewesen, aber woher hätte der Mut seinerzeit nach der schwarzen Serie kommen sollen? Diesmal sieht die mentale Verfassung des Teams anders aus, und deshalb können die 1700 mitreisenden Fortuna-Anhänger auch einen mutigeren Auftritt ihres Teams erwarten.

(jol)
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