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Fortuna Düsseldorf: Was F95 zur 11Freunde-Aktion #ihrkönntaufunszählen sagt

Fortuna solidarisch mit Homosexuellen : Was Allofs zu #ihrkönntaufunszählen sagt

Es ist eine der größten Solidaritätsaktionen, die es jemals in der deutschen Fußballbranche gegeben hat. Mehr als 800 Profis wenden sich an homosexuelle Spieler und sichern diesen ihre Solidarität zu. Was man bei Fortuna dazu sagt.

So einen Schulterschluss gibt es in einer Branche voller Egoisten selten. In einer Kampagne des Magazins „11Freunde“ haben mehr als 800 Akteure aus dem Profifußball homosexuellen Spielerinnen und Spielern ihre Unterstützung und Solidarität zugesagt. „Ihr könnt auf uns zählen", heißt es in der Erklärung, die die Angst vor den Folgen eines Coming-Outs nehmen soll. Auch der DFB unterstützt die Aktion.

„Wir werden euch unterstützen und ermutigen und, falls notwendig, auch gegen Anfeindungen verteidigen. Denn ihr tut das Richtige, und wir sind auf eurer Seite“, heißt es in dem Solidaritätsschreiben „Auch im Jahr 2021 gibt es keinen einzigen offen homosexuellen Fußballer in den deutschen Profiligen der Männer“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Die Angst, nach einem Coming-out angefeindet und ausgegrenzt zu werden und die Karriere als Profifußballer zu gefährden, ist offenbar immer noch so groß, dass schwule Fußballer glauben, ihre Sexualität verstecken zu müssen.“

Zu den Unterzeichnern des Appells „Ihr könnt auf uns zählen!“ gehören unter anderen bekannte Profis wie Max Kruse (1. FC Union Berlin), Niklas Stark (Hertha BSC), Jonas Hector (1. FC Köln), Bakery Jatta (Hamburger SV), die Nationalspielerinnen Almuth Schult und Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) sowie ganze Mannschaften von Profiklubs. So unterzeichneten beispielsweise Lars Stindl, Matthias Ginter, Breel Embolo, Yann Sommer, Tony Jantschke und Trainer Marco Rose für Borussia Mönchengladbach sowie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke für Borussia Dortmund und alle 850 Mitarbeiter.

Und auch Fortuna Düsseldorf bekennt Farbe. Vorstand Klaus Allofs: „Sich zu outen, ist die ganz persönliche Entscheidung jedes Einzelnen. Ich kann da niemandem einen Rat geben. Sagen kann ich aber, dass ein Spieler hier bei Fortuna Düsseldorf die Unterstützung des gesamten Vereins hätte.“

Rouwen Hennings sagte im Exklusiv-Interview: „Unter den Leuten in meinem Bekanntenkreis gibt es auch Homosexuelle. Für mich ist das etwas ganz Normales. Heutzutage sollte das wirklich kein Tabuthema mehr sein. Ich verstehe generell das Thema nicht, worum es ja eigentlich geht, ist Toleranz. Das sollte überall so gelebt werden. Man muss Respekt vor anderen haben und akzeptieren, dass es andere Lebensweisen und Meinungen gibt.“

Und auch Uwe Rösler sagte, angesprochen auf das Thema in der Spieltags-PK am Freitag vor dem Spiel gegen Hannover 96: „Ich kann einen Spieler unterstützen, wenn er für sich die Entscheidung getroffen hat, er möchte das machen, hat er meine und die Unterstützung unseres Vereins.“

(gic)