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Fortuna Düsseldorf: Was die Samstag-Gegner F95 und Hamburger SV verbindet und trennt

Duell am Samstagabend : Was Fortuna und den HSV verbindet und trennt

Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf sind zwei große Namen in der 2. Bundesliga, die derzeit allerdings im Niemandsland der Tabelle herumdümpeln. Am Samstagabend treffen sie zum „Topspiel der Woche“ aufeinander. Gemeinsamkeiten und Gräben zwischen den Traditionsvereinen.

Die übertragenden Fernsehsender hatten sich frühzeitig festgelegt. Hamburger SV gegen Fortuna Düsseldorf – das konnte doch am zehnten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga nur das „Topspiel der Woche“ sein. Deshalb fand das Duell der beiden Traditionsklubs auch wie selbstverständlich seinen Platz am Samstagabend um 20.30 Uhr, jenem Termin, der seit Saisonbeginn dem wichtigsten, attraktivsten, schlichtweg besten Spiel des Wochenendes in der Zweiten Liga vorbehalten ist.

Es gibt nur ein kleines Problem bei dieser Einschätzung: Wenn die Rothosen aus dem Norden auf die Rot-Weißen aus dem Westen treffen, dann ist das aktuell alles andere als ein Spitzenspiel. Der HSV dümpelte vor dem am Freitagabend begonnenen zehnten Spieltag auf Platz sieben der Tabelle herum, vier Punkte hinter den direkten Aufstiegsplätzen. Fortuna hat sogar noch drei Zähler weniger eingefahren und trat die Reise nach Hamburg als Zwölfter des Klassements an.

Große Namen – ja, zweifellos, selbst in der in dieser Saison sehr prominent besetzten Zweiten Liga. Große Namen im Niemandsland der Tabelle allerdings. Und wenn man bei Aussagen der Düsseldorfer Verantwortlichen ganz genau hinhört, dann ist diesen sehr wohl bewusst, dass man sich mit ganz großen Zielen besser zurückhält. Das Wort „Aufstieg“ hat selbst der in der Vorsaison noch recht forsche Fußball-Vorstand Klaus Allofs diesmal vermieden, und Trainer Christian Preußer betonte bei einer Zwischenbilanz in der vergangenen Woche: „Wir halten an dem Saisonziel, das wir ausgegeben haben, fest. Weil ich davon überzeugt bin, dass wir das erreichen können. Wir haben gesagt, wir wollen oben mitspielen. Wenn wir drei Punkte mehr hätten, und die waren allemal drin, dann wären wir jetzt voll dabei.“

Dabei – aber eben nicht an der Spitze. Ein Punkt, der Fortuna mit dem HSV verbindet, ebenso wie die gewachsene Bescheidenheit. Seit dem Abstieg aus der Bundesliga im Frühjahr 2018 hatte der ehemalige „Dino“ des Oberhauses immer wieder den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben und war immer wieder gescheitert. Vor dieser Spielzeit nun backten die Hanseaten erstmals kleinere Brötchen, gaben unter anderem Torgarant Simon Terodde nach Schalke ab.

Das Problem: Das Anspruchsdenken der Fangemeinde ist nicht in gleichem Maße geschrumpft wie die wirtschaftlichen Möglichkeiten des HSV. Schon wieder ein Punkt, der die Kontrahenten vom Samstagabend verbindet.

Was sie voneinander trennt, ist die Begeisterungsfähigkeit der eigenen Anhängerschaft dafür, Spiele live im Stadion zu verfolgen. Schließlich ist das in dieser Saison wieder im Bereich des Möglichen. Der HSV erwartet daher am Samstagabend weit über 30.000 Zuschauer im eigenen Volksparkstadion – trotz einer 2G-Regelung, bei der nur Geimpfte oder Genesene Zutritt erhalten.

  • André Gesing (links) und Domenic Kollbach.
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Von einer solchen Fanschar kann Fortuna bislang nur träumen. Die Arena in Düsseldorf, die nur unwesentlich weniger Kapazität als der Volkspark bietet, scheiterte bislang noch daran, wenigstens zur Hälfte gefüllt zu sein. Möglicherweise benötigt es dafür noch einer gewissen Initialzündung. Siege würden sicherlich dabei helfen, die Zündschnur dahingehend zu verkürzen. Und darüber hinaus würden die drei Punkte auch den Abstand zu dem Bereich in der Tabelle, in den sich beide Klubs qua Existenz in der 2. Bundesliga verorten, verkürzen: der Tabellenspitze.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das große Trainer-Battle Fortuna gegen HSV