1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Warum die U23 im Regionalligaspiel gegen Rot-Weiss Essen auf Oliver Fink hofft

Am Abend gegen Essen : Warum Fortunas U23 große Hoffnungen in Fink setzt

Die deftige 2:5-Pleite in Lippstadt hat in Fortunas bislang so gut aufgelegtem Regionalliga-Team für Nachdenklichkeit gesorgt. Ausgerechnet in dieser Stimmungslage kommt nun am Mittwochabend Tabellenführer Rot-Weiss Essen nach Flingern. Was Trainer Nico Michaty plant.

Als letzter macht sich auch Tom Geerkens auf den Weg in die Kabine. Mehrere Minuten lang hat der Mittelfeldspieler von Fortunas Regionalliga-Fußballern nach der 2:5-Klatsche in Lippstadt noch am Spielfeldrand gesessen; ratlos und niedergeschlagen. „Die erste Hälfte lässt sich nicht erklären“, sagt er, nachdem der Frust zumindest ein wenig verarbeitet ist. „Die kann man auch nicht entschuldigen. Das darf nicht passieren.“ Ohne Pause fügt er an: „Jetzt gilt’s, am Mittwoch eine Reaktion zu zeigen.“

Dann trifft die „Zwote“ auf Rot-Weiss Essen (19.30 Uhr, Paul-Janes-Stadion), doch ob ihr ausgerechnet gegen den Tabellenführer die von Geerkens geforderte Wiedergutmachung gelingt, ist fraglich. Allein deshalb, weil sich die personellen Sorgen in der Defensive nach der Partie am Samstag vergrößert haben: Jamil Siebert fällt gelb-rot-gesperrt aus, Tim Corsten fehlt voraussichtlich weiterhin verletzungsbedingt, und Kapitän Tim Oberdorf ist mit den Profis zum DFB-Pokalspiel nach Hannover gefahren. Dementsprechend steht Trainer Nico Michaty lediglich ein nomineller Innenverteidiger zur Verfügung: Nikell Touglo.

Dass die Flingerner als klarer Außenseiter in das Derby gehen, steht schon deshalb außer Frage. „Wir hatten in Lippstadt vier Feldspieler auf der Bank, von denen Emir Kuhinja noch angeschlagen war und normalerweise gar nicht mitgefahren wäre“, sagt Michaty. „Und dieses Spiel hat trotz allem viel Kraft gekostet, weil die Jungs bis zuletzt alles versucht haben.“ Möglicherweise birgt die Situation immerhin einen kleinen mentalen Vorteil. „Gegen Essen haben wir jetzt nichts zu verlieren“, betont der Coach.

Dennoch darf sich die „Zwote“ kein weiteres Mal derart wehrlos präsentieren wie gegen Lippstadt in der halben Stunde vor der Pause. „Da ging es Schlag auf Schlag. Man wusste auf dem Feld gar nicht, was überhaupt los ist. Und auf einmal steht es 0:4“, sagt Geerkens. Immerhin: Routinier Oliver Fink könnte wieder in die Startelf zurückkehren – und mit ihm die zuletzt schmerzlich vermisste Stabilität.