Bei der Weltmeisterschaft in Katar Warum Fortuna von einem Weiterkommen Japans finanziell profitieren würde

Düsseldorf · Ao Tanaka ist erst der 15. Spieler von Fortuna Düsseldorf, der an einer Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft teilnimmt. Welche Fortunen bereits bei einer WM dabei waren. Und was die Teilnahme von Tanaka finanziell für den Zweitligisten bedeutet.

Fortuna Düsseldorf: Diese Spieler waren bei WM dabei für F95
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Diese Spieler waren für Fortuna bei einer WM dabei

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Foto: dpa/Christian Charisius

Seit 1930 trägt die Fifa (Fédération Internationale de Football Association) Fußball-Weltmeisterschaften aus. Vor 92 Jahren startete die erste WM in Uruguay. Deutschland richtete bereits zwei Weltmeisterschaften aus (1974 und 2006). Die ersten Fortunen nahmen im Jahr 1934 bei der WM in Italien teil. Ernst Albrecht, Jakob Bender, Paul Janes und Stanislaus Kobierski hatten es damals in den WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft geschafft.

Seitdem nahmen noch elf weitere Fortunen an einer WM-Endrunde teil. Zuletzt waren 2018 die beiden Japaner Genki Haraguchi und Takashi Usami in Russland dabei. Japan ist auch der Verband, der nun den bisher 15. Fortunen für eine Weltmeisterschaft nominierte. Ao Tanaka stand dann sogar im ersten Spiel der Japaner gegen Deutschland in der Startelf. In der zweiten Partie gegen Costa Rica saß der Mittelfeldspieler auf der Ersatzbank. Am kommenden Donnerstag geht es im entscheidenden Gruppenspiel gegen Spanien. Dann entscheidet sich, ob es für Tanaka bei der WM weitergeht oder nicht.

Die Heimatklubs der Fortuna-Profis
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Foto: Moritz Mueller

Für Fortuna wäre ein Weiterkommen der japanischen Nationalmannschaft durchaus lukraktiv. Denn die Fifa entschädigt die Vereine für eine Abstellung ihrer Spieler. Bei der WM 2018 erhielten die Klubs beispielsweise 7200 Euro am Tag pro Spieler. Die Ausschüttung in diesem Winter ist aber deutlich höher. Gezahlt werden knapp 10.300 Euro für jeden Tag, den ein Spieler während der Weltmeisterschaft vom 20. November bis 18. Dezember in Katar und während der offiziellen Vorbereitung bei seinem Nationalteam verbringt.

Bedeutet: Scheidet Japan am Donnerstag aus dem Turnier aus, darf sich Fortuna über eine Entschädigung von etwa 180 Tausend Euro freuen. Kommt Japan aber ins Achtelfinale steigt der Betrag auf über 200.000 Euro an. „Wenn es darum geht, ob Deutschland oder Japan weiterkommt, dann würde ich natürlich lieber die deutschen Farben im Achtelfinale sehen“, sagt Fortuna-Trainer Daniel Thioune auf Nachfrage unserer Redaktion. „Auch wenn jeder Tag von Ao bei der WM für uns finanziell nicht ganz so unlukrativ ist – ich würde ihm da gern etwas mehr Urlaub gönnen.“

Sie wollen wissen, welche Fortunen noch an einer Weltmeisterschaft teilgenommen haben? Dann klicken Sie sich einfach durch unsere Bilderstrecke.

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