Trotz Kownacki-Treffer gegen Rostock Warum Thioune gegen Bielefeld sein eigenes „Tor des Monats“ gesehen hat

Düsseldorf · Dawid Kownacki wurde nach seinem Traumtor gegen Hansa Rostock für das „Tor des Monats“ September nominiert. Ob Trainer Daniel Thioune bereits für seinen Angreifer abgestimmt hat. Und warum dem 48-Jährigen ein anderer Treffer mindestens genauso gut gefallen hat.

Fortuna Düsseldorf: Das ist Dawid Kownacki
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Foto: dpa/Jonas Güttler

Wird Dawid Kownacki bei Fortuna der Nachfolger von Sascha Rösler, Jean Zimmer und Rouwen Hennings? Diese Frage wird in den kommenden Wochen final geklärt. Bis zum 22. Oktober wird bei der ARD-Sportschau noch das „Tor des Monats“ September gesucht. Fortunas polnischer Angreifer ist mit seinem Sahnetor zum 1:0 gegen Hansa Rostock (Endstand 3:1) nominiert. Die Sportschau-Redaktion stellte den Düsseldorfer als Nummer vier neben die Konkurrenz von Dimitrij Nazarov (Aue), David Braig (Stuttgarter Kickers), Jill Bayings (Leverkusen) und Marco Richter (Hertha).

Gewinnt er die Abstimmung, würde er nach über drei Jahren mal wieder einen Titel für Fortunas Profimannschaft gewinnen. Im August 2019 war Hennings‘ Hackentreffer im Pokalspiel in Villingen, im Dezember 2018 Zimmers Distanzschuss in der Bundesliga-Begegnung mit Borussia Dortmund ausgezeichnet worden. Der heutige Leiter des Lizenzspielerbereichs, Sascha Rösler, hatte im Juli 2011 mit seinem Fallrückzieher gegen den VfL Bochum das damals erste Tor des Monats eines Fortunen nach 30 Jahren erzielt. 1981 gewann der heutige Sportvorstand Klaus Allofs den Award.

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Foto: Frederic Scheidemann

Was es dafür natürlich braucht, sind genügend Anrufe für den 25-Jährigen. Fortunas Fans können hier für Kownacki abstimmen. Sein Trainer Daniel Thioune hat es übrigens noch nicht getan. „Ich habe die anderen vier Tore noch nicht gesehen. Und ich muss mir ja erst noch seine Konkurrenz anschauen, bevor ich für ihn anrufe“, sagt er mit einem Lächeln auf den Lippen. „Aber ich werde sicher aus Sympathie für Dawid für ihn stimmen – selbst wenn mir die anderen Tore vielleicht besser gefallen.“

Schöne Tore schießt Fortuna in dieser Saison generell gern. Auch das 3:1 gegen Bielefeld fällt definitiv unter die Marke „Traumtor“. In allererster Linie aber nicht wegen des sehenswerten Abschlusses von Shinta Appelkamp, sondern wegen der vorangegangenen traumhaften Kombination – übrigens mit einer Hackenvorlage Kownackis. „So ein Tor taucht nicht in der Sportschau auf“, sagt Thioune zwar, aber: „In der Komplexität des Spielzuges ist der Treffer für mich als Trainer dann mindestens genauso schön wie das von Dawid, weil es unserer Spielidee deutlich näher kommt. Ich muss zugeben: Das Tor mit der Kombination von Tim Oberdorf und Dawid habe ich noch nie trainieren lassen.“

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