Fortuna Düsseldorf: Voss-Tecklenburg ist neue Aufsichtsrätin

Vom Wahlausschuss berufen: Voss-Tecklenburg neue Fortuna-Aufsichtsrätin

Der Wahlausschuss von Fortuna Düsseldorf hat Martina Voss-Tecklenburg für drei Jahre in den Aufsichtsrat berufen. Wie unsere Redaktion bereits am Montag ankündigte, tritt die 50-Jährige die Nachfolge von Joachim Hunold an.

Thomas Bollien, Vorsitzender des Wahlausschusses, erklärt: "Der Verein Fortuna Düsseldorf steht vor wichtigen Herausforderungen im Profi- wie im Nachwuchsbereich. Wir freuen uns, dass wir mit Martina Voss-Tecklenburg eine Persönlichkeit für den Aufsichtsrat gewinnen konnten, die mit ihrer großen Erfahrung zur weiteren positiven Entwicklung der Fortuna beitragen wird."

In zahlreichen Gesprächen sei der Wahlausschuss zu der Überzeugung gelangt, dass Martina Voss-Tecklenburg mit ihrer sportlichen Kompetenz und langjährigen erfolgreichen Arbeit auf Vereins- wie auf Verbandsebene eine ideale Bereicherung des Aufsichtsrates darstellt.

"Ich freue mich auf eine neue, spannende Aufgabe bei einem Traditionsverein, wie es die Fortuna ohne Frage ist", erklärte Voss-Tecklenburg. "Wir hatten sehr vertrauensvolle und angenehme Gespräche. Ich hoffe, mit meinen vielfältigen Erfahrungen einen kleinen Teil zur erfolgreichen Arbeit des Gremiums beitragen zu können."

Ihr Vorgänger Joachim Hunold war nach sechsjähriger Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Voss-Tecklenburg hatte als Spielerin 125 Länderspiele für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bestritten und dabei viermal die Europameisterschaft sowie einmal die Vize-Weltmeisterschaft errungen. Im Vereinsfußball wurde sie sechsmal deutsche Meisterin und viermal DFB-Pokal-Siegerin. Zweimal wurde sie zur Fußballerin des Jahres gewählt.

Auch nach ihrer aktiven Laufbahn blieb sie dem Fußball in diversen Funktionen erhalten. Seit 2012 ist Martina Voss-Tecklenburg Nationaltrainerin der Schweiz. Von 2012 bis 2017 war sie zusätzlich Leiterin der Nachwuchsakademie des Schweizer Fußballverbandes. Mit ihr als Trainerin erreichte die Schweizer Nationalmannschaft der Frauen erstmals die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft (2015) und zu einer Europameisterschaft (2017).

Spannend wird nun, ob und inwieweit ihr Ehemann Hermann, der von 2006 bis 2011 Fortunas Vorstand angehörte, durch sie neuen Einfluss gewinnt.

(erer)