Fortuna Düsseldorf verliert gegen FC Bayern München in der Elfer-Lotterie

Fortuna Düsseldorf: Fortuna verliert gegen Bayern in der Elfer-Lotterie

Fortuna Düsseldorf hat das erste Halbfinale des Telekom Cups gegen Bayern München mit 1:4 im Elfmeterschießen verloren. Nach 45 Minuten hatte es in der Esprit-Arena 0:0 gestanden. Rouwen Hennings und Oliver Fink verschießen.

Vor dem Turnier um den Telekom Cup hatte Fortunas Trainer Friedhelm Funkel kein Hehl aus seiner Meinung gemacht. "Die Bayern", so verkündete der Coach, "werden den Pokal gewinnen." Seiner Mannschaft gegenüber schien Funkel jedoch andere Worte gefunden zu haben, denn die Düsseldorfer präsentierten sich im ersten Spiel des Nachmittags trotz der Feldüberlegenheit des FC Bayern frei von Ängsten und gut vorbereitet.

So verdienten sie sich nach den 45 Spielminuten ein 0:0, so dass ein Elfmeterschießen über den Finaleinzug entscheiden musste. Das bessere Ende hatte dabei der turmhohe Favorit für sich, der dank zweier Paraden von Nationaltorhüter Manuel Neuer 4:1 gewann.

Fortuna hat die erste Torchance

Fortuna probierte es, wie schon im Trainingslager auf Malta eingeübt, mit einer Dreier-Abwehrkette, die bei Münchner Ballbesitz zu einer Fünferkette wurde. Kevin Akpoguma übernahm dabei den rechten Part, Alex Madlung den mittleren und Robin Bormuth den linken. Die Bayern, mit wenigen Ausnahmen in Bestbesetzung angetreten, waren ein idealer Prüfstein für Friedhelm Funkels neues Modell, setzten sie die Gastgeber doch mit schnellen Kombinationen immer wieder unter Druck.

Die erste Chance der Turnier-Auftaktpartie hatte freilich der Zweitligist. Über Julian Schauerte und Rouwen Hennings spielte sich Fortuna geschickt in den Strafraum hinein, doch der Abschluss von Kaan Ayhan segelte knapp am linken Pfosten vorbei. Neuer wäre in dieser Szene wohl chancenlos gewesen. Unmittelbar darauf zeigte allerdings ein Blitzangriff der Bayern, dass sich der Favorit nicht die Butter vom Brot nehmen lassen wollte. Franck Ribéry scheiterte nur knapp an Michael Rensing, wenig später setzte Arturo Vidal den Ball an die Querlatte.

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Fortuna verstand diese beiden Aktionen offenbar als Warnung, agierte fortan etwas vorsichtiger. Als sehr hilfreich für die Defensivarbeit erwies sich dabei, dass der wiedergenesene Kapitän Oliver Fink seinen alten Kumpan Adam Bodzek und Marcel Sobottka in der Mittelfeldzentrale unterstützen konnte. So wirkte der Außenseiter sehr stabil und konzentriert, konnte sich zudem wie gewohnt auf seinen starken Rückhalt Rensing verlassen.

Bayern verwandelt im Elfmeterschießen sicher

Je weiter die Uhr voranschritt und je stärker ein Elfmeterschießen drohte, desto stärker drückte die Truppe von Trainer Carlo Ancelotti auf die Entscheidung. Fortuna eröffneten sich dafür Konterchancen wie in der 43. Minute, als Javi Martínez im letzten Moment vor Ayhan rettete. "Zieht den Bayern die Lederhosen aus", schallte es da durch die gut besetzte Arena.

Vom Elfmeterpunkt erwiesen sich die Bayern dann jedoch als unschlagbar. Arturo Vidal, Xabi Alonso, Douglas Costa und David Alaba trafen für den Meister, während bei Fortuna nur Ayhan erfolgreich war. "Ich wollte bei einigen Schützen lange warten und dann reagieren, aber die Schüsse waren allesamt sehr hart und platziert", sagte Rensing. Die Schüsse von Rouwen Hennings und Oliver Fink wurden Neuers Beute — doch völlig zu Recht feierte das Publikum seine Fortuna dennoch.

Fortuna: Renings — Bormuth, Madlung, Akpoguma — Bodzek, Sobottka, Ayhan, Schauerte, Schmitz — Fink — Hennings

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(jol)