Fortuna Düsseldorf: Verein sucht zwei neue Torhüter

Düsseldorf sucht Verstärkung : Vier Kandidaten fürs Fortuna-Tor

Die Torwartposition hat bei Fortuna absolute Priorität bei der Personalplanung für die kommende Saison. Vier Namen stehen nach Informationen unserer Redaktion unter anderem in Düsseldorf auf dem Zettel.

In 129 Spielen hat Michael Rensing bisher für Fortuna das Tor gehütet. Bis zum Saisonende dürften noch acht Partien hinzukommen. Der 34-Jährige würde sich dann Platz drei in Fortunas ewiger Torhütertabelle mit Jörg Daniel teilen. Nur Wilfried Woyke und Jörg Schmadtke haben öfter im Tor gestanden. Auf die Jagd nach den beiden darf Rensing dem Vernehmen nach aber nicht mehr gehen. Die Düsseldorfer Verantwortlichen wollen 2019/2020 eine neue Nummer eins ins Tor stellen, den auslaufenden Vertrag mit Rensing wohl nicht verlängern. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel und sein Scouting-Team um Kaderplaner Uwe Klein sind deshalb schon längst auf der Suche. Ihre Liste ist lang. Auch, weil wohl gleich zwei Kaderstellen zu besetzen sind.

Fortuna und ihre Torhüter – das ist in dieser Saison eine einzige Leidensgeschichte. Zwischenzeitlich waren in Rensing, Raphael Wolf, Jaroslav Drobny und Tim Wiesner vier Torhüter gleichzeitig verletzt – zum Glück nicht an einem Spieltag. Für Drobny dürfte nach dieser Saison die Erstliga-Karriere beendet sein. Bei Wolf und Wiesner macht die Krankengeschichte große Sorgen für die Zukunft. Beide dürften nur als dritter Torhüter in Frage kommen. Alles andere wäre zu risikoreich.

Damit müssen zwei neue Keeper her. Nach Informationen unserer Redaktion stehen unter anderem vier Namen auf dem Zettel: Michael Esser, Gregor Kobel, Alexander Nübel und Christian Mathenia.

Michael Esser Der Stammtorhüter von Hannover 96 macht in dieser Saison einen stabilen Eindruck. Im Hinspiel gegen Düsseldorf hielt der 31-Jährige zunächst überragend, patzte dann aber beim 1:0-Siegtor von Oliver Fink.

Gregor Kobel Der aktuelle Schweizer U21-Nationaltorhüter ist in der Bundesliga-Rückrunde von Hoffenheim an den FC Augsburg ausgeliehen. Bei den Schwaben stellte der 21-Jährige sein Talent mehrfach unter Beweis. Pfannenstiel kennt Kobel seit er 15 Jahre alt ist. Das fast achtjährige Engagement von Fortunas Sportvorstand bei der TSG könnte bei Verhandlungen von Vorteil sein. Bereits im Winter waren die Düsseldorfer an Kobel interessiert, der entschied sich aber für Augsburg, weil er dort zugesichert bekam, die Nummer eins zu werden. Bei Kobel käme nur eine Leihe in Frage, ein Transfer wäre für Fortuna nicht zu stemmen.

Alexander Nübel Unter Trainer Domenico Tedesco wurde der 22-Jährige die Nummer eins auf Schalke. Jetzt ist Tedesco weg. Auch Interimscoach Huub Stevens gab Nübel gegen Leipzig den Vorzug vor Ralf Fährmann. Die große Frage lautet: Wer wird Stammtorhüter beim neuen Schalker Coach? Sollte dieser auf Fährmann setzen, wäre Nübel ein ernsthafter Kandidat für Fortuna. Die Düsseldorfer standen – wie mit Kobel – auch mit ihm bereits im Winter in Kontakt.

Noch von Hoffenheim an Augsburg ausgeliehen: Gregor Kobel. Foto: dpa/Stefan Puchner

Christian Mathenia Der 26-Jährige hütet derzeit das Tor beim 1. FC Nürnberg. An Mathenia liegt es sicher nicht, dass der „Glubb“ acht Spieltag vor Saisonende Tabellenletzter ist. Für Mathenia spricht die Erfahrung. Allerdings sieht alles danach aus, als würde der gebürtige Mainzer nach Darmstadt und Hamburg das dritte Mal mit seinem Klub absteigen – und Aberglaube spielt im Fußball eben eine nicht zu unterschätzende Rolle.

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