Verein ermittelt gegen Täter Diese Aktion wird für Fan-Chaoten noch ein Nachspiel haben

Düsseldorf · Nach dem 3:2-Erfolg von Fortuna am Freitag gegen den 1. FC Magdeburg ist es noch zu einem unschönen Zwischenfall gekommen. Während Spieler des Gäste-Teams auf dem Rasen zum auslaufen unterwegs waren, wurde auf den Rängen ein Böller gezündet. Das wird noch ein Nachspiel haben.

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Foto: Frederic Scheidemann

Es war schon weit nach Spielschluss, als ein lautes Knallgeräusch am Freitag bis in den Bauch der Arena hinunter für einen Schreckmoment sorgte. Ein Zuschauer, mutmaßlich aus dem Lager der Düsseldorfer Anhängerschaft, hatte einen Böller gezündet. Warum? Derzeit noch unklar.

Eine mögliche Erklärung: Nach dem Spiel waren Profis des 1. FC Magdeburg zum auslaufen auf dem Rasen unterwegs. Ein durchaus übliches Vorgehen in vielen deutschen Stadien. Doch in der Arena fühlen sich immer wieder Personengruppen davon provoziert. Bisher ist es bei verbalen Beschimpfungen geblieben. Nun ein Böllerwurf, um die „ungebetenen“ Gäste zu verschrecken? Reine Spekulation.

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Fest steht indes, dass es für den Täter ein Nachspiel haben wird. „Das Zünden des einzelnen Böllers nach Spielschluss muss selbstverständlich geahndet werden“, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion. „Hier laufen die entsprechenden Ermittlungen, dabei spielt es keine Rolle, dass es nach dem Spiel passiert ist.“

Es könnte auf ihn ein Stadionverbot und eine Geldstrafe zukommen. Der DFB wird sich nicht einschalten, da der Schiedsrichter den Platz zu diesem Zeitpunkt schon verlassen hatte und damit die Partie formell abgeschlossen worden war. Die Zuständigkeit liegt dann ausschließlich beim Veranstalter.

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In der organisierten Fanszene sind solche Aktionen eigentlich verpönt. Böller, aber auch Raketen, werden abgelehnt, weil sie vor allem eine Gefahr für andere darstellen und nicht dazu beitragen, im Rahmen einer Choreo besonderen Eindruck zu schinden.

Von einer Provokation der Heimfans durch die Magdeburger will Fortuna übrigens nichts wissen. Auf Anfrage heißt es: „Dass die gegnerischen Teams nach Abpfiff auf dem Platz auslaufen, beziehungsweise die nicht eingesetzten Spieler extra Läufe machen, ist üblich. Dabei geht es speziell auch um lange Läufe, sodass beide Spielhälften benötigt werden.“

(gic)
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