Fortuna Düsseldorf verdient 1,375 Millionen Euro an Transfer von Ihlas Bebou

Fast 1,4 Millionen Euro bei Wechsel : Fortuna verdient an Bebou-Transfer

Der Ex-Fortune Ihlas Bebou will Hannover 96 verlassen. Borussia Mönchengladbach gilt als Favorit. Für die Düsseldorfer würde mehr als eine Million Euro herausspringen.

Es gab nicht nur Befürworter, als Fortuna ihren talentierten Angreifer Ihlas Bebou am letzten Tag der Transferperiode im Sommer 2017 an Hannover 96 abgab. Doch im Nahhinein hat es den Düsseldorfern nicht geschadet – weder sportlich noch finanziell. Nun könnten die Fortunen erneut an einem Wechsel Bebous verdienen. Dafür sorgt eine Klausel im Vertrag von 2017.

Am vergangenen Wochenende hat Ihlas Bebou mal wieder gezeigt, dass er den Unterschied für einen Bundesligaklub ausmachen kann. Der 25-Jährige war seit Anfang November nicht mehr im Kader von Hannover 96 gestanden. Eine schwere Sehnenverletzung im Oberschenkel hatte ihn außer Gefecht gesetzt. Doch gegen den SC Freiburg feierte er sein Comeback und schoss direkt ein Tor beim 3:0-Erfolg. Somit stehen in gerade mal elf Ligaspielen starke vier Tore und drei Vorlagen zu Buche. Nicht wenige Beobachter in Hannover glauben, dass der sechsmonatige Ausfall Bebous maßgeblichen Anteil am Abstieg der Niedersachsen hat.

Und so ist es wenig verwunderlich, dass sich nun andere Erstligisten die Dienste des gebürtigen Togolesen sichern wollen. Aussichtsreichster Kandidat in diesem Rennen soll Borussia Mönchengladbach sein.

Einen Wechsel ermöglicht eine Ausstiegsklausel in Bebous Vertrag, die rund zehn Millionen Euro betragen soll. Die Verantwortlichen der Fortuna sind froh, dass diese Summe so hoch ist. Denn: Im Transfervertrag mit Hannover haben sich die damaligen Düsseldorfer Verantwortlichen neben einer sofortigen Zahlung von rund 4,5 Millionen Euro eine Beteiligung an einem Weiterverkauf Bebous zusichern lassen. Es geht um 25 Prozent an dem Transferwert, der 4,5 Millionen Euro übersteigt. Bei zehn Millionen sind es also 5,5 Millionen. Damit müsste Bebous neuer Arbeitgeber 1,375 Millionen nicht nach Hannover, sondern nach Düsseldorf überweisen. Ein warmer Geldregen für Sportvorstand Lutz Pfannenstiel, der dieses Geld nur zu gerne für Investitionen in Zugänge nutzen würde.

Das Dankeschön geht in diesem Fall an die handelnden Personen 2017. Fortunas ehemaliger Vorstands-Vorsitzender Robert Schäfer, Kaderplaner Uwe Klein und Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca, damals Leiter der Lizenzspielerabteilung in Düsseldorf, arbeiteten den Vertrag mit Hannover aus. Es war nicht der einzige gelungene Schachzug für die Zukunft.

Auch beispielsweise im Vertrag von Marlon Ritter, der in der Saison 2017/18 an den SC Paderborn ausgeliehen war, waren mehrere Klauseln enthalten. Unter anderem für Einsätze im DFB-Pokal. Paderborn zog als Drittligist ins Viertelfinale ein. Am Ende verdoppelte sich die Leihsumme von 400.000 Euro auf 800.000.

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