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Fortuna Düsseldorf: Uwe Rösler trickst wie Bundestrainer Jogi Löw

Nach Vorbild des Bundestrainers : Fortunas Trainer trickst wie Jogi Löw

Fortuna Düsseldorf ist seit nunmehr acht Spielen in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Entscheidend dafür ist auch die defensive Kompaktheit. Um diese herzustellen, bediente sich Trainer Uwe Rösler an einem alten Trick von Bundestrainer Jogi Löw.

Es gibt Momente im Leben eines Trainers, in denen man etwas Ungewöhnliches tun muss. Der Fall Luka Krajnc ist so ein Fall. Eigentlich ist der Slowene Innenverteidiger. Dort spielte er auch zu Beginn der Saison. Doch nach vielen Verletzungen und Ausfällen in Fortunas Defensive wurde der 26-Jährige in der Viererkette auf die linke Abwehrseite beordert. Dort spielt er nun seit sieben Spielen. Düsseldorf verlor keines davon.

Dass Krajnc dort spielen muss, liegt auch daran, dass sich bei Fortuna ein festes Duo in der Innenverteidigung herauskristallisiert hat — Andre Hoffmann und Kevin Danso harmonieren erstklassig miteinander. Besonders der Österreicher befindet sich momentan in Hochform. „Unsere Innenverteidigung ist sehr gut. Kevin spielt seit Wochen in einer bestechenden Form — nun muss er sie konservieren“, sagt Trainer Uwe Rösler.

Auf Krajnc will er aber nicht verzichten. Seine Spielweise bringt der Fortuna die nötige Stabilität. Deshalb griff der Trainer zu einem alten Jogi-Trick. Der hatte nämlich während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien dasselbe Problem. Wohin mit Benedikt Höwedes? Der Bundestrainer stellte ihn als Linksverteidiger auf. Deutschland wurde Weltmeister.

Das kann Düsseldorf mit Krajnc freilich nicht erreichen. Der Aufstieg ist durch Fortunas Aufschwung aber durchaus im Bereich des Möglichen. „Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt — ich würde auch Stürmer spielen, solange wir erfolgreich sind“, sagt Krajnc. „Natürlich mag ich es, in der Innenverteidigung zu spielen, aber ich mache mir darüber keine Gedanken.“

Apropos Weltmeister-Mannschaft 2014: Der imposanteste Spieler gegen den Krajnc je spielen durfte, ist laut eigener Aussage Miroslav Klose. „Ich habe damals mit Cesena gegen ihn gespielt“, erklärt er. „Ich hatte zwei gute Aktionen gegen ihn. Aber in der nächsten hat er mich alt aussehen lassen. Er war ein großartiger Spieler. Ich habe viel aus diesem Spiel gelernt.“