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Fortuna Düsseldorf: Uwe Rösler fordert mehr Offensivpower gegen SV Darmstadt 98

Fortuna-Trainer Uwe Rösler : „Wir brauchen gegen Darmstadt mehr Offensivpower“

Fortunas Trainer Uwe Rösler weiß, dass der Druck auf ihn und seine Mannschaft vor der Partie gegen Darmstadt wieder gestiegen ist. Und er weiß auch, dass sich sein Team endlich mehr Torgelegenheiten erspielen muss.

Der Trainer wusste von nichts. Dass sich Fortunas Spieler am Morgen nach dem 0:5 in Bochum erst einmal intern ausgesprochen haben, erfuhr Uwe Rösler erst später. Die Aktion befürwortet der 52-Jährige aber natürlich ausdrücklich. „Das ist eine Supersache“, sagt er. „Das zeigt, dass sie sich voll verantwortlich fühlen. Wir haben Typen und Führungsspieler im Team. Das ist sehr gut.“ Rösler weiß, dass er eine Mannschaft braucht, die zu 100 Prozent hinter ihm steht, denn der Druck auf ihn und seine Mannen ist vor dem Zweitliga-Duell mit Darmstadt 98 (Freitag, 18.30 Uhr) wieder gestiegen.

Während die Mannschaft am Dienstag intern tagte, weilte der Coach bei einer Sitzung mit den sportlich verantwortlichen Vorständen Klaus Allofs und Uwe Klein. Schnell machte das Wort  Krisensitzung die Runde. „Das klang viel zu formell“, sagt Rösler. „Klaus, Uwe und ich sprechen immer vor und nach den Spielen miteinander. Das war alles ganz normal.“ Freilich hat der Trainer die Worte der Vorstandsmitglieder und seiner Spieler in den Medien danach aber natürlich wohlwollend zur Kenntnis genommen: „Ich registriere die Rückendeckung von Klaus und Uwe. Auch sie fühlen sich mitverantwortlich. Sie geben mir Feedback, das ist gut. Ich kann mich somit voll auf die Vorbereitung aufs nächste Spiel konzentrieren. Alles andere liegt nicht in meinen Händen.“

Für weitere Rückendeckung sind – das wissen alle Beteiligten – gute Leistungen und vor allem Punkte in den kommenden Partien nötig. Zuletzt haperte es vor allem im Angriffsspiel. Eine Statistik belegt das: Kein Team in der Liga hat weniger Torschüsse (98) als Fortuna vorzuweisen. In Bochum wollte der Coach diese Schwäche mit dem Wechsel zu einem seiner Lieblingssysteme, dem 3-5-2, beheben. Die frühe Rote Karte gegen Kristoffer Peterson, der vom DFB für ein Spiel gesperrt wurde, zwang Rösler zum Wechsel auf ein 4-4-1. Das verhinderte die Möglichkeit, zu bewerten, ob das 3-5-2 wirklich Früchte getragen hätte.

Gut möglich, dass Rösler gegen Darmstadt einen neuen Anlauf in diesem System wagen wird. Doch der Trainer sagt: „Sicherheit ins Spiel zu bekommen, ist keine Systemfrage.“ Für den Coach kommt es darauf an, wie man ein System interpretiert. „Wir müssen in jedem Fall die letzten 30 Minuten aus dem Bochum-Spiel vergessen machen und ganz anders auftreten. Wir müssen unser Spiel durchziehen. Wir brauchen mehr Offensivpower, brauchen Ballbesitz, müssen uns Chancen erarbeiten und daraus natürlich auch Tore machen.“

Die wichtigste personelle Frage ist, wer in Abwesenheit von Florian Hartherz und Kristoffer Peterson die linke Seite bespielen soll. Marcel Sobottka und Luka Krajnc sind wieder völlig fit und somit Kandidaten für die Position in einer Viererkette. Auch Leonardo Koutris wird erstmals im Kader stehen. „Ein Einsatz von Beginn an ist aber ausgeschlossen“, sagt Rösler. „Generell: Ich werde mit der Nominierung der Mannschaft sehr lange warten.“