1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna

Fortuna Düsseldorf: Umfrage zu Trainer Uwe Rösler

Umfrage zu Fortuna-Coach : Wie stehen Sie zu Uwe Rösler?

Fortuna hat sich frühzeitig entschieden: Uwe Rösler soll das Projekt Wiederaufstieg als Cheftrainer anführen. Nicht alle sind mit dieser Entscheidung einverstanden. Wir wollen wissen, wie Sie entschieden hätten.

Die Entscheidung, mit Uwe Rösler als Trainer auch in die Zweite Liga zu gehen, fiel früh – manche sagen: zu früh. Der Vorstandschef erklärt: „Wir hätten mit unserer klaren Rückendeckung für Uwe Rösler nur dann warten müssen, wenn wir mit der Bewertung seiner Arbeit erst nach dem letzten Spieltag begonnen hätten“, sagt Thomas Röttgermann. „Aber wir haben seine Arbeit die ganze Zeit beobachtet, viel mit ihm geredet, wie er sich Fußball und die Zukunft vorstellt. Da haben wir sehr schnell gemerkt, dass er ein Mann ist, der sehr gut zu Fortuna und unseren Möglichkeiten passt. Er hat unsere Idee verinnerlicht. Es war eine leichte Entscheidung, zu sagen, dass er der richtige Mann für Fortuna ist.“

Doch das sehen nicht alle so. Einige Anhänger und Experten kritisieren, dass der 51-Jährige es nicht geschafft hat, in immerhin 15 Spielen die Klasse zu halten. Unser Redaktion hat bereits analysiert, welche Gründe für, und welche Gründe gegen Röslers Verbleib sprechen.

Gründe dafür Zunächst einmal ist da die Wertschätzung im Klub. Rösler kommt mit seiner Art überall gut an – in der Mannschaft, im Trainerstab, auf der Geschäftsstelle. Er fordert harte Arbeit ein, lebt diese aber auch vor. Er hat eine klare Spielidee, die er zusammen mit seinem Trainerstab schnell umgesetzt hat. Spielerisch sah das in vielen Partien über weite Strecken gut aus. In der Liga verlor die Mannschaft nur vier von 15 Spielen unter seiner Leitung – gegen Gladbach, Bayern, Dortmund und eben am Abstiegstag bei Union Berlin. In der Rösler-Tabelle, in der ausschließlich die Spiele nach dem 20. Spieltag gewertet wurden, liegt Fortuna auf dem 14. Platz.

Rösler lässt gerne kontrollierten Angriffsfußball mit teils intensivem Pressing spielen. Das wird in der Zweiten Liga, in der Fortuna häufig als Favorit ins Spiel gehen wird, auch gefordert sein. Bisher musste der 51-Jährige mit dem Kader arbeiten, den Ex-Sportvorstand Lutz Pfannenstiel und Trainer-Vorgänger Friedhelm Funkel zusammensgestellt haben. Nun hat Rösler die Chance verdient, zusammen mit Uwe Klein einen Kader nach seinen Wünschen zusammenszustellen und mit einer kompletten Saisonvorbereitung im Rücken als Cheftrainer in die Saison zu gehen.

Gründe dagegen Die letzten beiden Spieltage geben Fragezeichen auf. Warum zeigte die Mannschaft im entscheidenden Saisonfinale die schlechtesten Leistungen in Röslers bisheriger Amtszeit – abgesehen vom blamablen Pokal-Aus gegen Saarbrücken? Das spricht nicht für die Motivationskünste des Trainers. Zwar verlor Fortuna nur vier Mal in 15 Spielen, sie gewann aber auch nur zwei Mal. Bei einigen Spielen war durchaus Pech im Spiel, beim 2:2 in Köln hatte Rösler aber große Aktien am Verspielen der 2:0-Führung, da er mit fünf Wechseln Unruhe ins funktionierende Team brachte. Gegen Gladbach und Hertha gelang es ihm nicht, schnell genug auf taktische Änderungen des Gegners zu reagieren. Zudem fehlt Rösler die Erfahrung in der deutschen Zweiten Liga, in der ganz andere Herausforderungen zu bewältigen sind als in der Bundesliga.

Stimmen Sie bis Freitag, 10. Juli, 9 Uhr ab.

(erer)