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Fortuna Düsseldorf: Ultras von F95 spenden viel Geld für Hilfsprojekte

Verein stolz über Fan-Aktion : So viel Geld haben Fortunas Ultras gespendet

Mit Beginn der Geisterspiele im deutschen Fußball haben die Ultras die Saison für sich für beendet erklärt. Auch bei Fortuna. Doch im Hintergrund sind sie weiter aktiv – und haben sich für gleich zwei wohltätige Dinge engagiert. Nun ist die Spendensumme bekannt geworden.

Vor ein paar Tagen haben sich die Ultras mal wieder zu Wort gemeldet. In einem Schreiben der Fan-Gruppierung von Fortuna Düsseldorf machen sie publik, was beim Verkauf des sogenannten Kurvenkalender zusammengekommen ist. „(...) Trotz der anhaltenden Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen, konnte ein Ergebnis erzielt werden, welches unsere Erwartungen vollkommen übertroffen hat.“

Und weiter: „Insgesamt konnte eine Spendensumme von 20.202,73 Euro erzielt werden. Wie angekündigt, wurde diese Summe bereits zu jeweils 50 Prozent an die Stiftung Kinderhilfezentrum sowie die Frauenberatungsstelle Düsseldorf e.V. ausgezahlt. Das Ergebnis erfüllt uns mit Stolz und wir danken allen Spendern und Käufern für ihre Unterstützung! Außerdem möchten wir uns bei allen Einzelhändlern aus Düsseldorf und Umgebung bedanken, die uns beim Vertrieb des Kalenders unter die Arme gegriffen haben! Ohne euch wäre dieses Ergebnis nicht möglich gewesen.“

Der Verein lobt das Engagement der „Ultras“ ausdrücklich. „Unsere Fans sind gerade nicht im Stadion sichtbar und trotzdem machen sie sich in der Stadt bemerkbar“, sagt Aufsichtsratsmitglied Tim Greiner Mai. „Das ist ein tolles Engagement und darauf können wir als Verein einfach nur stolz sein.“

Wie viele andere, so wünschen sich auch die Ultras endlich wieder Normalität. Bis dahin wollen sie ihren Teil der Verantwortung tragen und das beste Mittel im Kampf gegen das Virus einsetzen: Vernunft. Sie schreiben in ihrer Stellungnahme von Mai: „Leider ist es notwendig darauf hinzuweisen, dass wir weder öffentliche noch interne Treffen für die Spiele veranstalten, keine Pappkameraden im Stadion aufstellen oder andere Aktionen organisieren, die den Geisterspielen einen Anstrich des fußballerischen Normalzustands verleihen. Sicherlich wäre es ein Leichtes, den Protest vor oder in das Stadion zu bringen. Doch als Ultras tragen wir nicht nur Verantwortung, sondern auch gesamtgesellschaftliche Solidarität mit.“

Und weiter: „Solidarität, die wir ernstnehmen und die uns wichtig ist. Insbesondere gegenüber denjenigen, die davon abhängig sind, dass sich das Coronavirus nicht noch stärker verbreitet, weil sie besonders gefährdet sind. Deshalb fordern wir euch dazu auf, nicht vor das Stadion zu kommen oder zu öffentlichen Treffpunkten aufzurufen. Ob ihr die gleiche Konsequenz aus der Situation zieht, bleibt euch natürlich offen. Durch den Abbruch der Saison hätten wir allerdings Zeit. Zeit, die wir in Überlegungen stecken können, wie wir reagieren, wenn die Stadiontore wieder für alle Menschen geöffnet sind.“