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Fortuna Düsseldorf übt sich nach 0:0 gegen SC Paderborn in Kampfansagen

Trotz Remis gegen den Tabellenletzten : Fortuna übt sich in Kampfansagen

0:0 gegen den Tabellenletzten aus Paderborn, das dritte Unentschieden in Serie. Bei Fortuna herrscht trotzdem weiter Optimismus, dass der Kampf um den Klassenerhalt ein Happy End bekommt.

Kaan Ayhan legt sein ihm eigenes süffisantes Grinsen auf. Dann sagt er: „Heute hat fast jeder Spieler den Pfosten getroffen." Mit diesem Satz wollte der Abwehrchef von Fortuna Düsseldorf das unglückliche 0:0 gegen den SC Paderborn in der Fußball-Bundesliga erklären. Ganz so war es natürlich nicht. Aber immerhin vier Aluminiumtreffer verzeichneten die Hausherren nach 90 Minuten im ersten Geisterspiel der Vereinsgeschichte.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart gab dann auch unumwunden zu: „Wir hatten das Glück, dass du auch mal brauchst.“ Sein Gegenüber Uwe Rösler haderte zwar etwas mit den vergebenen Chancen, war sich aber auch bewusst darüber, dass es noch schlimmer hätte kommen können. Denn in der 87. Minute wäre fast das passiert, was in solchen Spielen, in denen ein Team den Ball nicht im Tor unterkommt, so häufig passiert: Christopher Antwi-Adjej hätte beinahe den Spielverlauf mit der einzigen Paderborner Großchance auf den Kopf gestellt. Doch sein Schuss aus kurzer Distanz ging knapp über das Tor.

Und so musste Fortuna am Ende auch noch froh sein über den einen Punkt gegen den Tabellenletzten – was nach den Pfostentreffern von Ayhan, Skrzybski, Berisha sowie dem Lattentreffer von erneut Berisha paradox wirkte. Skrzybski wollte über die unglücklichen Szenen aber gar nicht lange nachdenken und im Kampf um den Klassenerhalt lieber nach vorne blicken: „Das wird uns nicht umwerfen, sondern als Mannschaft noch enger zusammenschweißen.“

Damit stieß die Schalker Leihgabe ins gleiche Horn wie Trainer Rösler, der ebenfalls ausschließlich das Positive aus der Partie mitnehmen wollte. „Wir haben die außergewöhnlichen Gegebenheiten sehr gut angenommen und sind gut ins Spiel gekommen. Ich bin glücklich, wie die Spieler die taktischen Vorgaben umgesetzt haben“, sagte der 51-Jährige. „Die Laufwerte haben mich positiv überrascht. Wir sind 120 Kilometer gelaufen. Nur Leipzig hatte heute einen besseren Wert. Wir haben alle zusammen einen guten Job gemacht.“

Dennoch stand erneut nur ein Remis zu Buche. Bereits vor der Corona-Pause hatte Fortuna trotz guter Leistung beim 3:3 gegen Hertha BSC und beim 1:1 in Mainz zwei Mal nur einen Punkt mitgenommen. „Das war nicht das erste Spiel, das unentschieden ausgeht, obwohl wir den Sieg verdient gehabt hätten. Aber ich sage immer: Umso mehr du an die Tür klopfst, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie aufgeht. Und: In der Tabelle ist nicht viel passiert.“

Acht Spiele stehen noch aus. Darunter auch Partien gegen Großkaliber wie Bayern, Dortmund oder Leipzig – für Rösler kein Problem. Der Coach gibt eine Kampfansage aus: „Wenn wir so weitermachen, werden wir noch gegen Mannschaften gewinnen, woran jetzt noch keiner glaubt.“

Bleibt abzuwarten, ob der Trainer mit dieser Vorhersage mehr Glück hat als mit seiner Prognose für das Paderborn-Spiel. Denn in Bezug auf die Partie hatte Rösler am Donnerstag gesagt: „Es wird nicht 0:0 ausgehen, das kann ich schon mal sagen.“