Trotz dreifacher Profi-Unterstützung Fortunas U23 verliert 1:3 in Wiedenbrück

Wiedenbrück · Vieles wollte die „Zwote“ am Samstag besser machen als beim denkwürdigen Spiel in Wattenscheid – vor allem das Verwerten der Torchancen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Beim SC Wiedenbrück leistete sich die Michaty-Elf zu viele individuelle Fehler und unterlag mit 1:3.

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Foto: Christof Wolff

Geschrieben wurde einiges, besprochen auch. Dafür hatten Fortunas Regionalliga-Fußballer am vergangenen Wochenende selbst gesorgt. Ihre denkwürdige 2:3-Pleite bei der SG Wattenscheid wirkte auf diversen Ebenen nach. Auf der öffentlichen: Dort waren die Lobeshymnen auf den dreifachen Torschützen Dennis Knabe-Lerche und den Traditionsklub aus Bochum besonders groß. Aber auch auf der internen: Im Mannschaftsquartier der „Zwoten“ führten die Geschehnisse am Montag zu einer ausgiebigen Analyse. Zu inkonsequent, so lautete die wichtigste Erkenntnis von Trainer Nico Michaty, sei sein Team gewesen – offensiv wie defensiv.

Vor dem Rückrundenauftakt beim SC Wiedenbrück forderte der 49-Jährige deshalb: „Wir müssen über 90, 95 Minuten sehr konsequent, konzentriert und seriös auftreten, um die weite Heimfahrt mit etwas Zählbarem anzutreten.“ Die Worte ihres Trainers füllten die Flingerner aber kaum mit Inhalt, und deshalb verloren sie am Samstag das erste Spiel der Rückrunde in Ostwestfalen mit 1:3. Konsequent waren sie im Angriff erneut nicht, konzentriert in der Defensive gerade vor den Gegentoren ebenso wenig.

Ob die „Zwote“ über den erwarteten Einsatz von Benjamin Böckle und Takashi Uchino hinaus weitere Unterstützung durch die Profis erhalten würde, war im Vorfeld eine der wichtigsten Fragen. Zumal, da Routinier Adam Bodzek und Vizekapitän Mert Göckan gelbgesperrt fehlten. Und tatsächlich: Auch Kwadwo Baah, die Leihgabe vom englischen Zweitligisten FC Watford, hatte die Reise nach Ostwestfalen mit angetreten. Der gebürtige Stuttgarter startete auf der linken Außenbahn, wechselte aber schon nach kurzer Zeit in die Sturmspitze.

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Foto: Frederic Scheidemann

Und er war direkt an den ersten beiden gefährlichen Torannäherungen der Rot-Weißen beteiligt. Erst leitete Baah den Ball geschickt zu Nicolas Hirschberger weiter, bevor Letzterer in der folgenden Eins-gegen-eins-Situation an Wiedenbrücks Torwart Marcel Hölscher scheiterte. Anschließend bediente Tom Geerkens den 19-Jährigen, dessen Abschluss allerdings nicht im Netz landete. Auch vor der dritten Chance – es war die größte – hatte Baah seine Füße im Spiel: Stark tankte er sich durch den Strafraum, legte quer und fand Ephraim Kalonji, der aber ebenfalls scheiterte.

Das größte Problem: In der Zwischenzeit waren die Ostwestfalen in Führung gegangen. Nach einem Ballverlust von Uchino an der Strafraumkante rannte Phillip Aboagye in Kingsley Marcinek hinein, hob filmreif ab und bekam einen Strafstoß zugesprochen. Offenbar war tatsächlich ein Kontakt vorhanden, aufgrund der Flugeinlage mutete der Pfiff jedoch zweifelhaft an. Hendrik Lohmar störte das nicht; der ehemalige „Zwote“-Akteur trat an und erzielte das 1:0 für Wiedenbrück. Die Michaty-Elf blieb trotzdem das aktivere Team, fand auf dem Regionalliga-unwürdigen Rasen im Jahnstadion aber kaum offensive Lösungen.

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Foto: Benefoto

Während die Hausherren zuvor sehr zurückhaltend nach vorne gespielt hatten, kamen sie druckvoll aus der Kabine – zum Leidwesen der „Zwoten“, die gleichwohl nicht gut genug verteidigte. Benedikt Zahn legte die Kugel von der Grundlinie zurück auf Bahattin Karahan, und schon lagen die Rot-Weißen mit zwei Toren hinten. Eine Reaktion? Alle mitgereisten Fortuna-Fans suchten sie vergeblich. Den ersten Schuss auf den Kasten der Wiedenbrücker in der zweiten Hälfte gab Baah ab, als sie schon eine Viertelstunde alt war.

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Foto: AP/Martin Meissner

Auch anschließend fiel der Treffer weiterhin nur auf einer Seite –und wieder trug Uchino eine beträchtliche Mitschuld. Auf Höhe der Mittellinie verlor der Japaner den Ball, die Restverteidigung war zu löchrig und Aboagye blieb eiskalt. Dass die „Zwote“ zehn Minuten vor Schluss dank eines verwandelten Strafstoßes von Kalonji doch noch traf, half ihr nicht. Es blieb beim 1:3.

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