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Fortuna Düsseldorf: U23 verliert gegen den SV Straelen

0:2 gegen Aufsteiger : Fortunas U23 verliert gegen Straelen

Das Regionalliga-Team der Flingerner erwischte beim 0:2 gegen den SV Straelen einen gebrauchten Tag. Abwehrtalent Siebert war an beiden Gegentreffern beteiligt, und auch die Profi-Leihgaben Leonardo Koutris und Kelvin Ofori zeigten keine überzeugenden Leistungen.

Der Schlusspfiff war kaum verhallt, da suchte Jamil Siebert schon das Weite. Mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf stapfte der Innenverteidiger von Fortunas Regionalliga-Fußballern schnurstracks in die Kabine. Der 18-Jährige wusste genau, dass er einen gebrauchten Tag erwischt hatte. Im ersten Pflichtspiel des Jahres schoss Siebert gegen den SV Straelen zwei kapitale Böcke, die der Aufsteiger nutzte und den Flingernern eine verdiente 0:2-Niederlage zufügte.

Denn die beiden Fehler des Youngsters nach einer halben Stunde führten nicht nur zu den letztlich entscheidenden Gegentoren, sondern auch zu einem Bruch im zuvor noch relativ gefälligen Auftritt der „Zwoten“. In der Anfangsphase hatte die Mannschaft von Trainer Nico Michaty den Ball passabel durch die eigenen Reihen laufen lassen und war offensiv ein paar Mal aussichtsreich in Erscheinung getreten. Eine nennenswerte Torchance sprang aber schon dabei nicht heraus.

Aus heiterem Himmel gingen die Straelener dann – begünstigt von Sieberts erstem Aussetzer – in Führung. Der 18-Jährige verlor die Kugel als letzter Mann an Kevin Weggen und konnte seinen Lapsus ebenso wenig ausbügeln wie der chancenlose Tim Wiesner im „Zwote“-Tor. Wenige Augenblicke später bekam Siebert eine harmlose Flanke nicht geklärt, spielte den Ball stattdessen vor die Füße von Jannis Kübler – und der drosch ihn humorlos ins lange Eck.

Trainer Nico Michaty wählte nach der Partie deshalb klare Worte. „Das waren zwei katastrophale Fehler, die einfach nicht passieren dürfen“, sagte der 47-Jährige. „Jamil muss aus diesen Fehlern lernen. Er muss lernen, auch jedes Training bewusst, konzentriert und fehlerlos anzugehen. Gerade als Verteidiger muss man fehlerlos agieren, da darf man sich solche Konzentrationsschwächen nicht erlauben.“

Routinier Oliver Fink nahm das Talent, das dem Vernehmen nach zeitnah einen langfristigen Profivertrag unterzeichnen wird, indes ein wenig in Schutz. „Es ist gut, dass Jamil solche Fehler bei uns macht, obwohl die uns natürlich auch wehtun. Aber er wird daraus lernen und auch daran wachsen.“

Ein Rückschlag war Sieberts Leistung für ihn persönlich trotzdem. Denn im Anschluss an sein verpatztes Startelf-Debüt im Zweitliga-Spiel gegen Regensburg (2:2) und seinem ebenso unglücklichen Regionalliga-Einstand gegen Ahlen (4:1) hatte seine Formkurve zuletzt stetig nach oben gezeigt. Allerdings glückte auch den beiden Profi-Leihgaben Leonardo Koutris und Kelvin Ofori nicht wesentlich mehr. Koutris war so gut wie gar nicht ins Offensivspiel eingebunden und hatte defensiv arge Probleme, während Ofori ständig den Weg mit dem Kopf durch die Wand suchte und sich reihenweise verzettelte.

„Ich glaube, wir hätten noch acht Stunden weiterspielen können, ohne ein Tor zu erzielen“, sagte Coach Michaty, schob aber nach: „Das ist alles auch erklärbar. Wir haben in dieser Formation noch nie zusammengespielt, deshalb haben die Abläufe nicht gestimmt.“ Und so war es am Ende nicht nur für Siebert ein gebrauchter Tag, sondern für die gesamte Mannschaft.